Berlin (dpa/tmn) –
Am Flughafen planen Reisende lieber ausreichend zeitlichen Puffer ein. Das gilt umso mehr, wenn noch ein Koffer aufzugeben ist.
Dafür gibt es auch Fristen, die die Airlines den Passagieren setzen. Beim Billigflieger Ryanair schließt die Gepäckaufgabe künftig 20 Minuten früher, nämlich eine Stunde statt zuvor 40 Minuten vor der planmäßigen Abflugzeit. Das gilt ab nächsten Dienstag (10. November) für alle Ryanair-Flüge.
Fristen für Gepäckaufgabe variieren
Diese Zeiten liegen im üblichen Rahmen, einheitliche Fristen gibt es nicht. Wie lange vor Abflug Passagiere ihr Gepäck spätestens aufgegeben haben müssen, hänge von der Airline, dem Flughafen und der geflogenen Strecke ab, teilt der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) auf Anfrage mit.
Fluggäste sollten unbedingt vor Reiseantritt die für ihren Flug geltende Frist prüfen, rät der BDL. Je nach Airline kann diese in der Buchungsbestätigung, auf der Bordkarte, in der App oder auf der Website zu finden sein.
Ausreizen sollten Passagiere die Abgabezeit an der Gepäckaufgabe ohnehin nicht. Die Wege an Flughäfen sind oft lang – gleiches gilt, gerade zu Stoßzeiten wie zum Ferienstart, für die Schlangen an den Sicherheitskontrollen. Es kommt immer wieder vor, dass Passagiere Flüge verpassen, weil sie etwa beim Securitycheck zu lange warten mussten.
Ryanair sieht Vorteil in neuer Regelung
So argumentiert auch Ryanair. Die Airline dreht den Servicenachteil, dass Passagiere mit großen Koffern nun weniger Zeit für die Gepäckabgabe haben, in einen Vorteil für diese Kunden um: Das gebe den Passagieren mehr Zeit, um die Warteschlangen an den Sicherheits- und Passkontrollen zu passieren und das Gate rechtzeitig vor dem Boarding zu erreichen.
Konkret betroffen ist ohnehin nur eine Minderheit: Bei Ryanair fliegt nach Angaben der Airline ein Fünftel der Passagiere mit großen, aufgabepflichtigen Koffern, während der Rest nur mit Handgepäck reist.
