Sport

Berlins Volleyballer Shoji über Coming-out: «An der Zeit»

Berlin (dpa) –

Volleyball-Profi Erik Shoji von den BR Volleys sieht im männlichen Profisport weiterhin Hürden für queere Athleten. Es gebe seiner Meinung nach «leider» immer noch Stigmata, sagte der 37 Jahre alte US-Amerikaner der «Berliner Morgenpost». «Ich habe von vielen Volleyballspielern in Europa gehört, dass es im Fußball immer noch ein Stigma gibt, und im Volleyball schwindet es, was großartig zu sehen ist.»

Shoji hatte sich 2025 über die sozialen Medien als queer geoutet. Als queer bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

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«Ich hatte das Gefühl, dass es einfach alle wissen sollten. Es gab keinen einzelnen großen Grund. Es war einfach an der Zeit», sagte der Libero, der im Sommer nach zehn Jahren zum deutschen Volleyball-Rekordmeister zurückgekehrt war.

Shojis Rat: «Nimm dir die Zeit»

Die Reaktionen auf sein Coming-out seien nahezu ausschließlich positiv gewesen. «Es war zu 99,9 Prozent positiv. Das war ein großer Moment für mich, und ich bin froh, dass ich es getan habe. Insgesamt waren die Reaktionen sehr gut, auch im Volleyball», berichtete Shoji.

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Berlin empfindet der US-Amerikaner als besonders offene Stadt. «Es ist ein toller Ort, um einfach zu sein, wer man sein möchte. Ich weiß, wenn ich ausgehe, ein Date habe oder Freunde treffe, wird hier alles akzeptiert», sagte Shoji. Menschen, die über ein Coming-out nachdenken, riet er: «Nimm dir die Zeit und tu es zu deinen eigenen Bedingungen.»