Bielefeld (dpa) –
Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat nach ein paar Zittermomenten das EM-Ticket gebucht. Beim 2:0 (1:0) im abschließenden Qualifikationsspiel gegen Georgien musste die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes vor imposanter U21-Kulisse jedoch mehr bangen, als ihr lieb war. Noah Darvich (10. Minute) lenkte das Spiel früh in die angestrebte Richtung, aber die Gäste schnupperten wiederholt am Ausgleich. Erst nach dem 2:0 durch Dzenan Pejcinovic (69.) konnten sich alle an der deutschen Bank erleichtert in den Armen liegen.
Der Jubel über die Qualifikation für die Endrunde in Albanien und Serbien im kommenden Sommer war auch unter den 20.049 Zuschauern groß. Letztmals waren bei einem deutschen U21-Heimspiel im Oktober 2006 in Leverkusen mehr Zuschauer (20.800) im Stadion dabei.
Gruppensieger vor Griechenland
Als Gruppensieger setzte sich die Nachwuchsnationalmannschaft vor Griechenland durch, gegen das man im direkten Vergleich besser ist. In ein paar Wochen geht der Blick mit Spannung nach Belgrad, wo am 26. November die Gruppen für die Endrunde vom 16. Juni bis 3. Juli ausgelost werden.
Nach zwei Siegen in Lettland (4:0) und auf Malta (4:1) kam das Team von Trainer Antonio Di Salvo schon schwer ins Spiel. Aleko Basiladze hätte Deutschland beinahe mit dem Rückstand kalt erwischt (4.). Doch wenig später jubelten die Gastgeber. Der Distanzschuss des früheren U17-Weltmeisters Darvich von der SV Elversberg wurde von Stuttgarts Pejcinovic unhaltbar ins Tor abgefälscht.
«Hauptsache ein Adler-Träger – der Rest ist mir egal», sagte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig bei ProSieben Maxx zur Torschützen-Frage. Rettig schaute sich das Spiel auf der Tribüne an der Seite des künftigen Geschäftsführers Per Mertesacker und DFB-Sportdirektor Rudi Völler an. Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp schaute nicht auf der Bielefelder Alm vorbei.
Tresoldi, Brunner & Co. lassen 2:0 aus
Klopp-Kandidat Nicolo Tresoldi (FC Brügge) und ein weiterer U17-Weltmeister von 2023, Paris Brunner (AS Monaco), hätten schon vor der Pause für einen beruhigenderen Vorsprung sorgen können. Nach dem Seitenwechsel lag der Ball zwar früh im georgischen Tor, doch dem Treffer von Joshua Quarshie (Sturm Graz) war ein Foul vorausgegangen (48.).
Das 2:0 wollte der deutschen Mannschaft trotz guter Chancen zunächst einfach nicht gelingen. Das stärkte die Zuversicht der Georgier, doch den überraschenden Punkt mitnehmen zu können. Doch als Pejcinovic die Völlig-Losgelöst-Torhymne erneut anstimmte, war die Entscheidung gefallen.
