Sport

Eishockey-Nationalspieler zu Russland: «Kein Kommentar»

Düsseldorf (dpa) –

Im Eishockey gibt es derzeit eigentlich nur ein Thema: die vom Internationalen Sportgerichtshof Cas aufgehobene Suspendierung russischer Mannschaften vom Spielbetrieb des Weltverbandes IIHF. Dass dadurch möglicherweise ein Karriere-Highlight mit der Heim-WM im kommenden Jahr auf dem Spiel steht, interessiert die deutschen Nationalspieler, zumindest offiziell, aber nicht.

«Ich bin nur hier, um Spaß zu haben. Da habe ich keinen Kommentar zu, ich bin nur Spieler», sagte Stürmer Wojciech Stachowiak vom schwedischen Club Örebro HK nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen Österreich beim Deutschland Cup in Düsseldorf. Der 27-Jährige hatte dabei das dritte deutsche Tor (48. Minute) erzielt.

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Geplante Heim-WM 2027 wackelt

Ob die Weltmeisterschaft 2027 wie geplant im kommenden Mai in Düsseldorf und Mannheim stattfindet, ist aktuell unklar. Der Deutsche Eishockey-Bund überlegt, ob er das Turnier zurückgibt. Einige Nationen kündigten bereits einen WM-Boykott an, sollte Russland tatsächlich teilnehmen. Für den Fall wollen sich auch wichtige Sponsoren zurückziehen.

«Wir sind gerade hier in Düsseldorf für den Deutschland Cup und für den André, alles andere wird sich ergeben», sagte Kapitän Yasin Ehliz vom EHC Red Bull München.

Beim Deutschland Cup gibt der frühere Nationalstürmer André Rankel sein Debüt als Bundestrainer. Dies wird überschattet von der Debatte über die Wiedereingliederung Russlands in den Spielbetrieb des Weltverbandes bei WM-Turnieren. Seit 2022 dürfen dort wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine keine russischen Teams mehr spielen. Einem Einspruch des russischen Verbandes gab der Sportgerichtshof Cas zuletzt statt.

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Deutsche Nationalspieler wollen Debatte ausblenden

«Der DEB hat dazu sein Wort abgegeben, dabei belassen wir es auch», sagte der frühere NHL-Stürmer Tobias Rieder vom EHC Red Bull München. Auch Stürmer Dominik Bokk von den Kölner Haien äußerte sich entsprechend: «Der DEB hat eine Stellungnahme abgegeben, wir konzentrieren uns auf uns und denken nicht so sehr drüber nach.»

In besagter Stellungnahme hatte der DEB-Vorstandsvorsitzende Frank Lutz das Urteil als grundlegende Veränderung der Ausgangslage für die WM bezeichnet: «Eine Zulassung Russlands hat für uns als Gastgeber erhebliche sicherheitsrelevante, politische und wirtschaftliche Folgen.» Später hatte Lutz die WM-Rückgabe als «mögliche Option» bezeichnet.

Die IIHF mit dem deutschen Präsidenten Franz Reindl berät seit Montag über das weitere Vorgehen nach dem Cas-Urteil – bislang ohne Ergebnis.

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