Washington (dpa) –
Superstar Alexander Owetschkin verlässt die beste Eishockey-Liga der Welt. Der 41 Jahre alte Offensivspieler wird nach der laufenden Saison seine Karriere in der National Hockey League (NHL) beenden. Der Kapitän der Washington Capitals bestreitet seine 22. und letzte Spielzeit in der NHL, teilte sein Club mit. «Meine Familie und ich haben in diesem Sommer entschieden, dass das meine letzte Saison in der NHL sein wird. Ich liebe das Spiel so sehr, aber in meinem Herzen weiß ich, dass es die richtige Entscheidung ist», erklärte der Russe.
Owetschkin hatte im vorigen Jahr den NHL-Torrekord von Eishockey-Legende Wayne Gretzky übertroffen und startete mit 929 Treffern in die kürzlich angelaufene Spielzeit. Zudem führt der dreimalige Weltmeister zahlreiche weitere Rekordlisten der NHL an. Mit den Washington Capitals, für die er seit 2005 ununterbrochen spielt, gewann er 2018 den Stanley Cup. Ob er anschließend seine Karriere in einer anderen Liga fortsetzen wird oder komplett in Eishockey-Rente geht, ließ er offen.
Video für Putin-Partei
Für Aufsehen hatte Owetschkin jüngst gesorgt, als er in einem Unterstützer-Video für den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sehen war. In dem Clip für Putins Partei Geeintes Russland, das während der Saisonpause gedreht wurde, trat er neben Außenminister Sergej Lawrow und dem früheren Eishockey-Star Wjatscheslaw Fetisow auf.
«Ich bin Russe und ich unterstützte mein Land», sagte Owetschkin anlässlich eines Medientages der Capitals dazu. Und weiter: «Ich setze mich für Frieden und Liebe ein und hoffe, dass es in der Welt keine Rolle spielt, wer man ist, dass jeder versteht, dass jeder Frieden will und dass jeder hofft, dass alles gut wird auf der Welt.»
Russland führt unter Putin seit 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Owetschkin gilt bereits seit Jahren als Unterstützer des russischen Präsidenten. «Alex Owetschkin ist russischer Staatsbürger, lebt während der Saisonpause mit seiner Familie in Moskau und wird auch nach seinem Karriereende dort wohnen bleiben», zitierte die Nachrichtenagentur AP einen Sprecher der Capitals.
