Saragossa (dpa) –
Er hat bei Manchester United und Paris Saint-Germain Millionen verdient – jetzt will Ander Herrera etwas zurückgeben. Nicht irgendeinem Verein, sondern dem Club, bei dem für ihn einst alles begann: Real Saragossa. Seit diesem Jahr spielt der Spanier wieder für seinen Jugendverein. Auf sein Gehalt verzichtet er und spendet das Geld stattdessen der Stiftung des ehemaligen Erstligisten, der im vergangenen Sommer in die dritte Liga abgestürzt ist.
«Ich habe diesem Verein und diesen Menschen viel zu verdanken», sagte Herrera in einem Gespräch mit der englischen Fußballlegende Rio Ferdinand auf dessen YouTube-Kanal. «Ohne Real Saragossa wäre ich wahrscheinlich nie Profispieler geworden.» Es gibt keine offiziellen Angaben zu seinem Gehalt. Medienberichten zufolge soll er wenigstens das für die Liga geltende Mindestgehalt beziehen, das demnach 25.000 Euro pro Saison betragen soll.
Verein in schwierigen Zeiten helfen
«Jetzt, in einer schwierigen Phase des Vereins, denke ich, dass wir alle – wir Fans – die Verantwortung haben, der Mannschaft und dem Verein zu helfen», sagte der Spanier. Seit diesem Sommer spielt der 37-Jährige, der etwa mit Manchester United 2017 die Europa League gewann, wieder für seinen Heimatverein.
«Ich bin so stolz auf meine Karriere. Ich bin so stolz auf das, was ich im Fußball und auch finanziell erreicht habe. Deshalb brauche ich das nicht.» Er wolle dem Verein helfen, wieder in den Profifußball zurückzukehren. «Ich wollte kostenlos helfen – zu Hause, in meiner Stadt, wo ich aufgewachsen bin.» Wenn er seine Karriere beende, wolle er stolz auf das zurückblicken können, was er während seiner Laufbahn geleistet habe. Sportlich gibt es Grund zur Hoffnung: Real Saragossa führt die Tabelle an und kämpft um den direkten Wiederaufstieg.
