Sepang (dpa) –
Inmitten der sportlichen Krise und Gerüchten über eine mögliche Trennung hat Ferrari seinem Formel-1-Teamchef Fred Vasseur den Rücken gestärkt. «Wir haben Vertrauen in Fred und sein Team. Es hat sich nichts geändert», erklärte eine Sprecherin des Rennstalls bei einer kurzfristig einberufenen Schalte vor dem Grand Prix von Bahrain in Malaysia im Namen von Ferrari-Präsident John Elkann und des Vorstandschefs Benedetto Vigna.
Der Franzose Vasseur ist seit Januar 2023 Teamchef von Ferrari und sollte die Scuderia endlich wieder zum WM-Titel führen. Diese Saison galt mit dem neuen Reglement als Riesenchance. In der Konstrukteurswertung haben die Italiener als Zweiter aber schon 160 Punkte Rückstand auf Mercedes. Lewis Hamilton als WM-Dritter und Charles Leclerc als WM-Fünfter haben in der Fahrerwertung bestenfalls vage Chancen auf den Titel.
All das schwächt die Position von Vasseur. So brachte sich der frühere Red-Bull-Teamchef Christian Horner am vergangenen Wochenende erneut als möglicher Retter ins Gespräch. «Jeder weiß, dass Herr Horner auf der Suche nach einem Job ist, und zwar überall», entgegnete Vasseur, der erst im Sommer 2025 seinen Vertrag bei Ferrari langfristig verlängert hatte. «Aber was kann ich schon tun? Ich kann nur versuchen, mein Bestes zu geben, das Team voranzubringen und die Mitarbeiter zu motivieren.»
