Denver (dpa/tmn) –
Mercedes verpasst seinen großen Geländewagen aus dem US-Werk in Tuscaloosa ein großes Update. GLE als Steilheck und Coupé sowie der GLS rollen zum Jahresende nicht nur mit retuschiertem Außendesign zu den Händlern. Dazu bekommen sie dem Hersteller zufolge auch ein komplett neues Innenleben.
Und obwohl die Schwaben bei diesen Baureihen auch weiterhin dem Verbrenner die Treue halten, gibt es zudem ein bisschen mehr Elektrotechnik unter der Motorhaube. Die Preise steigen allerdings auch, und beginnen laut Mercedes künftig bei 92.064 Euro für den konventionellen GLE. Das GLE Coupé startet bei 99.162 Euro und für den GLS rufen die Schwaben künftig mindestens 108.105 Euro auf.
Während außen vor allem neue Scheinwerfer und Rückleuchten von der Überarbeitung künden, baut Mercedes innen den sogenannten Superscreen ein, der die Bedienung weitgehend digitalisiert und bis vor den Beifahrer reicht. Parallel dazu gibt es das hauseigene Betriebssystem MB.OS, das mehr Apps unterstützt und weitreichendere Updates ohne Werkstattbesuch ermöglicht. Im Gegenzug kehren allerdings am Lenkrad Walzen und Wippen zurück und ersetzen die Sensortasten.
Die Verbrenner werden hybridisiert
Auch unter der Haube gibt es Neuerungen: Alle Motoren werden nun mit einem 17 kW/23 PS starken Booster als Anlasser milde hybridisiert, teilt der Hersteller mit. Die Basis bildet ein drei Liter großer Reihensechszylinder. Als Diesel leistet er 245 kW/333 PS oder 270 kW/367 PS und als Benziner 280 kW/381 PS. Zudem bekommt er noch einen elektrischen Verdichter, der beim Anfahren oder beim Überholen für mehr Nachdruck sorgen soll.
Außerdem gibt’s einen neuen V8-Motor mit 395 kW/537 PS. Als Kompromissangebot an die Generation E gibt es zudem weiterhin einen Plug-in-Hybrid mit bestenfalls 93 Kilometern elektrischer Reichweite und 135 kW/184 PS starker E-Maschine. Dieser basiert nun aber ebenfalls auf dem Sechs- statt wie bisher auf dem Vierzylinder. Hier leistet der Verbrenner laut Werk aber nur 240 kW/326 PS.
