Neumünster (dpa/tmn) –
Draußen ist’s kalt, drinnen kuschelig warm – ein Hoch auf die Heizung! Nur sorgt die für ziemlich trockene Luft in Haus und Wohnung. Die lässt etwa den hauchdünnen Tränenfilm auf unseren Augen schneller verdunsten, ebenso die Feuchtigkeit auf unserer Nasenschleimhaut.
Das kann sich dadurch bemerkbar machen, dass Nase und Augen jucken und brennen, so der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte auf seinem Portal «Das HNO-Wartezimmer». An der Schleimhaut der Nase können sich bei zu trockener Raumluft mit der Zeit zudem schmerzhafte Risse und Krusten bilden.
Das nervt nicht nur, sondern erhöht auch das Risiko für Infekte. Denn Schleimhäute müssen ausreichend befeuchtet sein, um uns gut vor Krankheitserregern schützen zu können, erklären die HNO-Ärzte.
Was kann man tun, damit es den Schleimhäuten in der Heizsaison besser geht? Vier Tipps:
1. Luftfeuchtigkeit im Blick behalten
Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, reizt das die Atemwege. Zu hoch sollte sie allerdings auch nicht sein – Stichwort: Schimmelgefahr. Daher ist im Winter regelmäßiges Lüften wichtig. Das Umweltbundesamt rät: zwei- bis dreimal am Tag für etwa fünf Minuten die Fenster weit öffnen.
In Innenräumen sollte die Luftfeuchtigkeit idealerweise zwischen 40 und 60 Prozent liegen, rät die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Messen lässt sie sich mit einem Hygrometer.
2. Raumluft befeuchten
Ist die Luftfeuchtigkeit immer wieder zu niedrig, kann man über die Anschaffung eines Luftbefeuchters nachdenken. Die günstigere Alternative, allerdings mit geringerem Effekt: mit Wasser gefüllte Schälchen auf die Heizkörper stellen. Die HNO-Ärzte raten allerdings dazu, sie lieber einmal öfter zu reinigen – Stichwort: Bakterienbildung.
3. Kochsalzlösung inhalieren
Kleine Feuchtigkeitskur für die Atemwege: Inhalieren mit einer isotonischen Kochsalzlösung kann dabei helfen, die Schleimhäute zu befeuchten, so die HNO-Ärzte. Isotonisch heißt hier: Das Mischverhältnis beträgt 9 Gramm Kochsalz auf einen Liter Wasser.
Damit die Schleimhäute von innen gut mit Flüssigkeit versorgt sind, sollte man zudem über den Tag verteilt ausreichend trinken. Zwei Liter Wasser bzw. ungesüßte Tees nennt «Das HNO-Wartezimmer» als Richtwert.
4. Befeuchtende Augentropfen nutzen
Bei juckenden Augen können sogenannte Tränenersatzmittel – also befeuchtende Augentropfen – eine Wohltat sein. Wer sie über eine längere Zeit tropft, sollte laut dem Kuratorium Gutes Sehen (KGS) darauf achten, dass es sich um ein Mittel ohne Konservierungsstoffe handelt. Diese Inhaltsstoffe können nämlich trockene Augen verschlimmern.
