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«Mann für die großen Tore»: Sabitzer sorgt für BVB-Ekstase

Dortmund (dpa) –

Die Dortmunder Spieler schubsten bei den Feierlichkeiten nach dem Abpfiff der Pokal-Partie gegen Werder Bremen natürlich Matchwinner Marcel Sabitzer vor die Fans der Südtribüne. Der umjubelte Österreicher sorgte mit seinem Freistoßtreffer in der letzten Aktion des Spiels für den furiosen Einzug von Borussia Dortmund ins Achtelfinale des DFB-Pokals. 

«Er hat einen unglaublichen Fuß, er hat einen unglaublichen Schuss», lobte Abwehrchef Nico Schlotterbeck den Dortmunder Siegtorschützen in der Nachspielzeit. «Und ich glaube, der Sabi hat sich das nach den letzten Wochen, letzten Monaten, wo er auch oft zu Unrecht Kritik abbekommen hat, wirklich verdient.» 

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Schlotterbeck erinnerte an die Champions-League-Saison 2023/24, in der Sabitzer die Dortmunder vor den heimischen Fans gegen Atlético Madrid mit einem Fernschuss zum 4:2 ins Halbfinale geschossen hatte. «Er ist irgendwie der Mann für die großen Tore», sagte der Dortmunder Verteidiger. In der Frühphase der noch jungen Saison kam der Siegtorschütze bisher in den meisten Spielen nur für die letzten Minuten als Joker von der Bank.

Füllkrugs Doppelschlag dreht die Partie

Auch ein sichtlich glücklicher Sabitzer selbst blickte nach dem Abpfiff auf vergangene Highlight-Partien im Dortmunder Signal-Iduna-Park zurück. «Das Stadion lebt ja von Emotionen, da wurden schon einige Geschichten geschrieben», sagte der Österreicher, fügte aber hinzu: «Heute aber unnötigerweise wieder so eine Last-Minute-Geschichte.» 

Die Dortmunder sahen gegen den SV Werder lange Zeit wie der sichere Sieger aus, vermasselten es aber beinahe erneut, ihre Führung über die Zeit zu bringen. Das Team von Trainer Niko Kovac hatte bereits 18 Tage zuvor in der Bundesliga eine 2:0-Führung gegen die Bremer aus der Hand gegeben und am Ende noch Unentschieden gespielt. 

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Von dieser Erfahrung geprägt war der BVB von Anfang der Partie sichtlich bemüht, schnell für Klarheit zu sorgen. Der Matchplan ging zunächst auf: Durch die Treffer von Serhou Guirassy (6. Minute) und Carney Chukwuemeka (17.) führte der BVB früh mit 2:0 und verpasste das dritte Tor mehrfach knapp.

Im zweiten Durchgang brachte Werders-Trainer Daniel Thioune vier seiner Leistungsträger – darunter Goalgetter Niclas Füllkrug – und änderte die Dynamik des Spiels komplett. Füllkrug glich per Doppelschlag (65./69.) aus, Mitchell Weiser verpasste die Bremer Führung nur hauchzart. In der dritten Minute der Nachspielzeit setzte Sabitzer dann per Freistoß das Ende der furiosen Achterbahnfahrt – das Dortmunder Stadion explodierte.

Spitzenspiel in München steht an 

Dass trotz aller Ekstase um den Last-Minute-Siegtreffer die Unzufriedenheit über die erneuten Nachlässigkeiten der Dortmunder gegen den SV Werder überwog, machte BVB-Cheftrainer Kovac nach der Partie deutlich. «Das kann uns und darf uns zu Hause nicht passieren», sagte der 55-Jährige nach der Partie und zählte die Fehler seiner Mannschaft auf. «Wir haben zu viele leichte Abspielfehler gehabt in der Vorwärtsbewegung. Wir standen in der Mitte einfach nicht kompakt genug.»

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Fehler dieser Art gilt es für die Dortmunder am kommenden Wochenende dringend zu vermeiden. Mit dem Bundesliga-Spitzenspiel auswärts beim FC Bayern München am Samstagabend (18.30 Uhr/ Sky) steht für Borussia Dortmund die nächste Herausforderung im vollgepackten Spielkalender an.

Wegen des siebten Dortmunder Pflichtspiels in drei Wochen wollte Matchwinner Sabitzer auch deshalb von einer Kabinenpartie zur Feier des Pokal-Abends nichts wissen. «Wir spielen in – weiß ich nicht – 72 Stunden schon wieder», sagte der Österreicher.

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