Riad (dpa/tmn) –
Saudi-Arabien geht unter die Automobilhersteller. In Riad hat das vor allem für seine Mineralöl-Vorkommen bekannte Königreich jetzt seine erste eigene Marke Ceer vorgestellt, die ausgerechnet mit zwei Elektroautos starten will. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren sieben Modelle kommen, für die aber auch konventionelle Antriebe denkbar seinen, teilte das Unternehmen bei der Premiere mit.
Los geht es diesen Angaben zufolge mit einem Coupé und einem SUV namens Exobot. Beide sind mehr als fünf Meter lang und gezeichnet wie für einen Science-Fiction-Film. Dazu passen auch die Flügeltüren und die futuristischen Cockpits mit umlaufenden Bildschirmen und Projektionen in die Frontscheibe.
Später könnten es über 1.000 PS geben
Die Technik von Partnern wie Rimac, Hyundai und Foxconn ist in beiden Modellen eng verwandt. Es gibt Ceer zufolge bis zu drei Motoren mit erst einmal maximal 625 kW/850 PS und später angeblich sogar bis zu 820 kW/1.115 PS. Schon jetzt stellt Ceer Sprintwerte von bestenfalls 2,6 Sekunden in Aussicht. Später soll der Spurt von 0 auf 100 dann in 2,1 Sekunden gelingen. Die Höchstgeschwindigkeit soll etwas über 200 km/h liegen.
Der rund 110 kWh große Akku für Normreichweiten von 560 Kilometern beim SUV und 670 Kilometern beim Coupé arbeitet mit 800 Volt und lädt von 10 bis 80 Prozent im besten Fall in einer halben Stunde.
Preise für die in der Oberklasse angesiedelten Startmodelle hat Ceer noch nicht genannt. Das wird europäische Kunden allerdings nicht stören. Denn fürs Erste soll es die Exobots nur in Saudi-Arabien und einigen Nachbarländern geben.
