Sport

Mohya in Hamburg: Kein Punkt, ein Trikot und Franzbrötchen

Hamburg (dpa) –

Zumindest Wael Mohya nahm etwas aus Hamburg mit. Zwar reisten das Ausnahmetalent und seine Mitspieler von Borussia Mönchengladbach nach dem 1:3 beim HSV ohne Bundesliga-Punkte nach Hause. Doch nach einem Besuch in der Gastgeber-Kabine auf Einladung des Hamburger Nachwuchs-Kollegen Otto Stange (19) ging der 17-Jährige mit einem Trikot und Franzbrötchen durch die Katakomben des Volksparkstadions vorbei an den wartenden Medienvertretern zurück in die Gäste-Umkleide. 

Mohya mochte nicht reden. Das taten andere für ihn – und über ihn. Seit Donnerstag steht der Jungstar im Fokus, weil ihn Bundestrainer Jürgen Klopp für die Fußball-Länderspiele gegen Serbien und die Niederlande in die Nationalmannschaft berufen hat. 

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Nominierung «ein Riesending»

«Das war ein Riesending», sagte Sportdirektor Rouven Schröder. «Das ist für einen 17-jährigen Burschen wirklich das Allergrößte. Wir gönnen es ihm von Herzen. Er repräsentiert unsere Farben, und von daher kann der ganze Verein stolz sein.»

Dass die Nominierung Mohya belasten könnte, glaubt sein Trainer nicht. «So, wie ich ihn im Training wahrnehme, ist er unbekümmert. Er spielt frei drauflos und macht sich keinen Kopf», sagte Alexander Blessin vor der Partie dem Sender «Sky». «Jetzt müssen wir einfach die nächsten Tage mal abwarten, wie das dann wird, vor allem dann auch nach der Länderspielpause.» Mohya bereite ihm einfach Freude im Training, meinte Blessin weiter. «Er gibt Gas, er trägt immer noch die Hütchen und – das ist wichtig – er ist geerdet.»

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Hoffnungsträger, aber kein Heilsbringer

Mohya gilt als Hoffnungsträger für die Zukunft – und für die Gegenwart. Der alleinige Heilsbringer ist er aber nicht. Das wissen auch die Verantwortlichen. «Es wird uns nicht ein Einzelner retten und gerade nicht mit 17 Jahren», sagte Schröder. «Von daher sollte man jetzt nicht den Rucksack, der eh schon voll ist, jetzt noch voller machen.»

Im ersten Spiel nach der Nominierung konnte Mohya seine herausragenden Qualitäten nur selten zeigen. Er blieb auffällig unauffällig. «Wir hätten ihn natürlich gerne ihn mit einem Sieg zur Nationalmannschaft geschickt», sagte Schröder. «Er hat noch viele, viele Möglichkeiten, sich zu zeigen. Er soll es jetzt genießen und den Schwung mitnehmen.»

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