Rotterdam (dpa) –
Die deutschen Frauen haben sich bei den Turn-Weltmeisterschaften in Rotterdam eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Team-Finales geschaffen. Im ersten von insgesamt zehn Durchgängen der Qualifikation legten Helen Kevric (Stuttgart), Karina Schönmaier, Lea Marie Quaas, Emma Malewski (alle Chemnitz) und Madita Mayr (Jetzendorf) hoffnungsvolle 158,661 Punkte vor.
Besser zum Auftakt der Frauen-Wettbewerbe war nur die USA mit 164,529 Zählern. Die Entscheidung darüber, ob die Riege des Deutschen Turner-Bundes das Mannschaftsfinale erreicht, fällt erst am späten Montagabend. «Wir haben das als Team mega gut gemacht», sagte Lea Marie Quaas. Nun heiße es «viel Daumen drücken und abwarten».
Kevric überzeugt am Stufenbarren
«Die Team-Leistung war sehr stark. Ich glaube, dass wir es nicht viel besser können», lobte Bundestrainer Gerben Wiersma. Die Leistungen am sonstigen Zittergerät Schwebebalken bewertete der Niederländer als «großartig», den Auftritt am Stufenbarren als «sehr stark». Am Stufenbarren überzeugte einmal mehr Europameisterin Helen Kevric mit herausragenden 14,766 Punkten.
Pechvogel Schönmaier
Pechvogel im deutschen Team war Karina Schönmaier. Die EM-Zweite am Sprung verpasste unerwartet das angestrebte Finale nach einem Sturz beim zweiten Sprung. Sie habe aus Versehen eine halbe Drehung zu viel gemacht. «Da habe ich mich in der Luft ein bisschen verloren und das war sehr ärgerlich», sagte die Europameisterin an diesem Gerät von 2025.
Nach dem Aus von Titelverteidigerin Angelina Melnikowa aus Russland wegen eines nicht erteilten Visums galt Schönmaier als deutsche Medaillenhoffnung. «Ich habe mir ein sehr großes Ziel gesetzt und mich vielleicht auch selbst unter Druck gestellt», versuchte die 21-Jährige, ihren Fehler zu erklären.
