Frankfurt am Main (dpa/tmn) –
Vorsicht vor unseriösen Jobangeboten! Die Verbraucherzentrale Hessen warnt vor täuschend echten Angeboten, die Betrüger unter anderem zur Geldwäsche nutzen.
Hellhörig sollten Bewerberinnen und Bewerber werden, wenn Qualifikationen oder die Fähigkeiten der Jobsuchenden kaum relevant sind. Zeugnisse oder Nachweise werden im Bewerbungsverfahren nicht verlangt. Ein weiteres häufiges Merkmal der Anzeigen: Der Job soll 100 Prozent im Homeoffice stattfinden.
Was die Betrüger wirklich wollen
Tatsächlich haben es die Kriminellen laut der Verbraucherzentrale Hessen auf die persönlichen Daten der Bewerberinnen und Bewerber abgesehen. Diese nutzen sie, um Fakeshops, Accounts und Konten zu eröffnen oder Kredite aufzunehmen und Verträge abzuschließen.
Daran erkennen Sie den Scam
Häufig stellen Betrüger durch Telefonate oder Chats Vertrauen her – ein analoger Kontakt findet allerdings nicht statt. Vor dem Unterzeichnen des vermeintlichen Arbeitsvertrages verlangen sie Kontodaten, den Ausweis oder die Sozialversicherungsnummer. Spätestens dann sollten Sie misstrauisch werden, so die Verbraucherzentrale.
Beliebt ist bei den Betrügern auch ein Video-Ident-Verfahren, das sie von Bewerbenden verlangen. «So plausibel der vorgeschobene Grund auch klingen mag, mit dieser Masche eröffnen Kriminelle ein Bankkonto zwecks Geldwäsche», warnen die Experten.
So erkennen Sie seriöse Angebote
Eine vielversprechende Stelle gefunden? Am besten recherchieren Sie erst einmal ganz grundsätzlich etwas über das Unternehmen. Je mehr darüber zu finden ist, desto besser.
Sind Kontaktdaten angegeben, wie etwa die Adresse, und ist diese auch öffentlich zu finden? Sehr gut. Ist das Angebot auch auf der Stellenseite des Unternehmens zu sehen? Noch besser. Das alles sind gute Zeichen dafür, dass es sich um ein seriöses Angebot handelt.
