Hamburg (dpa) –
Trainer Sebastian Hoeneß brachte die Niederlage seines VfB Stuttgart beim Hamburger SV auf den Punkt: «Am Ende geht es um Tore. Das wissen die Jungs, die die Tore heute nicht gemacht haben, am besten», sagte der 44-Jährige nach dem 0:1 (0:0) am Samstag in der Hansestadt. Seine Schützlinge hatten zahlreiche Möglichkeiten, doch der Erfolg blieb aus. So war für Hoeneß die «Effizienz ein großer Teil der Geschichte des Spiels».
Frust schob bei der Rückkehr in seine Geburtsstadt auch Ermedin Demirovic. Der VfB-Angreifer vergab gegen seinen Jugendclub gleich zwei gute Möglichkeiten. Seinen Frust ließ der 28-Jährige nach der vierten Saisonniederlage der Schwaben dann an seinem Trikot aus.
«Es gibt Spiele, da geht der Ball nicht ins Tor. Wir spielen gefühlt auf ein Tor», gab Demirovic nach dem Abpfiff zu Protokoll und fügte selbstkritisch hinzu: «Eine meiner Chancen muss rein, wenn nicht beide.» In der 15. und in der 53. Minute kam der VfB-Stürmer per Kopf an den Ball. Beide Male blieb der gewünschte Erfolg aus. Nach der zweiten Gelegenheit war der Stuttgarter so frustriert, dass er sich das Trikot zerriss.
Stuttgart bringt den Ball nicht über die Linie
Demirovic war aber nicht der einzige VfB-Spieler, dem das erhoffte Erfolgserlebnis versagt blieb. Auch Deniz Undav und Angelo Stiller vergaben gute Möglichkeiten. «Wir haben es nicht geschafft, den Ball über die Linie zu bekommen», stellte Hoeneß ernüchtert fest.
Besonders viel Zeit, das Manko der mangelhaften Abschlüsse abzustellen, haben die Schwaben nicht. Am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) geht es in der Champions League gegen Atlético Madrid, am nächsten Freitag (20.30 Uhr/Sky) in der Liga gegen Borussia Mönchengladbach.
Demirovic fasste mit Blick auf die kommenden Aufgaben schnell einen klaren Plan: «Nach zwei Tagen musst Du den Fokus auf das nächste Spiel legen, weil es Schlag auf Schlag geht.»
