Baku (dpa) –
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat angekündigt, die 42 Fragen der UEFA zu den WM-Investorenplänen sowie anderen umstrittenen Vorfällen beantworten zu wollen. «Wir arbeiten daran und werden natürlich alle gestellten Fragen beantworten, soweit es das Verfahren zulässt und soweit wir dazu in der Lage sind», sagte Infantino vor Medienvertretern am Rande der U15-WM in Baku. Die UEFA hatte vor wenigen Tagen eine Beantwortung des Fragenkatalogs bis zum 2. November gefordert.
Trotz der anhaltenden Kritik vor allem von der UEFA zeigte sich Infantino mit Blick auf die FIFA-Präsidentschaftswahl im März 2027 selbstbewusst. «Ich wurde von 211 Mitgliedsverbänden aus der ganzen Welt gewählt», sagte der Schweizer. In einer demokratischen Organisation müsse man unterschiedliche Ansichten akzeptieren. «Wenn wir es mit der Demokratie ernst meinen, müssen wir auch die Ansichten der großen, großen Mehrheit respektieren.»
Infantino: Bin immer bereit, mit jedem zu diskutieren
Auf die Frage, wie er sich mit der UEFA versöhnen könne, sagte Infantino: «Ich habe immer gesagt: Was mich betrifft, bin ich immer bereit, mit offenen Armen, offenem Geist und offenem Herzen mit jedem zu diskutieren, mich mit jedem auszutauschen und zu prüfen, was für alle besser gemacht werden kann.»
Der 56-Jährige war nach einem letztlich gescheiterten Vorstoß zur Vermarktung der WM-Rechte durch externe Investoren im Sommer massiv unter Druck geraten. Zuletzt sprachen sich aber immer mehr Verbände für eine vierte Amtszeit des Schweizers aus.
Vor allem Verbände aus Europa und dem Concacaf-Raum hatten ihm zuvor das Vertrauen entzogen. Auf einen Gegenkandidaten konnte sich die UEFA aber noch nicht festlegen. Bis zum 18. November hat die Opposition Zeit, offiziell einen Bewerber zu benennen.
