Wellington (dpa) –
Die neuseeländische Polizei hat die Ermittlungen gegen den kapverdischen Fußballnationalmannschaftskapitän Ryan Mendes wegen des Vorwurfs eines sexuellen Übergriffs eingestellt. Polizeiinspektor Scott Beard erklärte, dass sich die Vorwürfe gegen den Profi im Rahmen eingehender Untersuchungen nicht bestätigen ließen.
Stattdessen wurde eine 40-jährige Frau wegen einer Falschaussage angeklagt. Der Vorwurf bezog sich auf einen vermeintlichen sexuellen Übergriff in einem Hotel im Zentrum von Auckland im März. Die Frau muss sich voraussichtlich im kommenden Monat vor dem Bezirksgericht der neuseeländischen Metropole verantworten.
Rekordtorschütze und WM-Teilnehmer
Nach Angaben der Polizei ging der Anklage eine monatelange Untersuchung durch die auf Sexualdelikte spezialisierte Abteilung voraus. Die Polizei habe Mendes mittlerweile schriftlich bestätigt, dass die Ermittlungen abgeschlossen seien und er nicht angeklagt werde, zitierten Medien seinen Anwalt Karl Trotter. Er bezeichnete das Ergebnis als «vollständige Rehabilitierung» seines Klienten, der während der Weltmeisterschaft von den Vorwürfen «verfolgt» worden sei.
Mendes ist langjähriger Kapitän der Kap Verde. Mit mehr als 100 Einsätzen ist er sowohl Rekordspieler als auch Rekordtorschütze seines Landes. Im Sommer führte er das Team bei dessen erster WM-Teilnahme bis ins Sechzehntelfinale, in dem es gegen Argentinien ausschied.
