Hannover (dpa/tmn) –
Ob beim Kauf eines Gebrauchtfahrzeugs, beim Abschluss eines Handyvertrags oder bei der allgemeinen Verkehrskontrolle: Im Alltag müssen bei solchen Situationen immer wieder Ausweisdokumente gezückt werden.
Das Problem: Immer wieder gibt es Fälle, in denen die Dokumente gefälscht oder manipuliert wurden. Diese unterscheiden sich dann oft zumindest in Nuancen von Originalen.
Ausweis-Check in 5 Schritten
Worauf Verbraucherinnen und Verbraucher achten sollten, wenn sie Anzeichen einer Dokumentenfälschung entlarven wollen, erklärt das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen:
- Ist das Dokument insgesamt stimmig? Wurden ungewöhnliche Schriftarten verwendet, sind die Schriftgrößen unterschiedlich, Übergänge unsauber, Rechtschreibfehler enthalten oder gibt es auffällige Abstände, können das Hinweise auf Veränderungen sein.
- Sind die Angaben auf dem Dokument plausibel? Namen, Geburtsdaten, Ausstellungs- und Gültigkeitsdaten und andere Angaben sollten zueinanderpassen.
- Wirkt das Lichtbild manipuliert? Gibt es auffällige Ränder, Übergänge, Unterschiede in der Darstellung, kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen.
- Sind erforderliche Sicherheitsmerkmale vorhanden? Je nach Dokument gibt es etwa Hologramme, Kippeffekte, feine Linienstrukturen oder andere optische Merkmale, die das Original ausmachen. Man erkennt sie, wenn man das Dokument vorsichtig bewegt oder kippt.
- Verlassen Sie sich nicht nur auf ein Sicherheitsmerkmal: Einzelne Sicherheitsmerkmale können nämlich nachgeahmt werden. Jedes einzelne zu fälschen, ist hingegen aufwendig. Kriminelle betreiben diesen Aufwand in der Regel nicht. Darum ist immer das Gesamtbild entscheidend.
Auffälligkeit allein macht noch keine Fälschung
Grundsätzlich gilt laut LKA: Eine Auffälligkeit allein macht noch keine Fälschung aus. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten diese lediglich zum Anlass nehmen, noch einmal genauer hinzusehen und die Echtheit des Dokuments im Zweifel prüfen zu lassen.
Bestehen berechtigte Zweifel an der Identität einer Person, ist es sinnvoll, umgehend die Polizei zu kontaktieren.
