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Hartes Stück Arbeit: Guirassy bewahrt BVB vor Baku-Blamage

Baku (dpa) –

Erleichtert bedankten sich die Profis von Borussia Dortmund bei ihrem Matchwinner Serhou Guirassy. Zum Jubeln war den BVB-Spielern nach dem wackligen 2:1-Sieg im Olympiastadion von Baku nicht zumute – auch der Gang in die Kurve zu den Fans fiel emotional verhalten aus. 

«Natürlich bin ich glücklich über den Sieg, der sehr wichtig für das Team ist», sagte Guirassy bei DAZN. Mit dem Spiel sei er aber nur «halb-halb» zufrieden. «Hartes Stück Arbeit, aber total verdient», betonte Trainer Niko Kovac. Manko war vor allem die Chancenverwertung. «Man muss den besser postierten Mann sehen», sagt Kovac – «oder man muss präziser schießen.»

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Dank Guirassys Doppelpack (10. Minute/53.) haben die Dortmunder ihr Ergebnistief gestoppt und erstmals seit fast einem Jahr auswärts in der Champions League gewonnen. Kovacs Team besiegte FK Sabah allerdings nur mit viel Mühe 2:1 (1:1), um sich ein bisschen für die schmerzhafte 0:1-Pleite beim norwegischen Club FK Bodö/Glimt zu rehabilitieren. Ihnen fehle es noch an Konstanz, merkte Guirassy an und schloss sich mit ein. 

Immer wieder Guirassy

Vor rund 45.000 Zuschauern bereitete der erst 2017 gegründete Club aus Aserbaidschan Dortmund deutlich mehr Probleme als gedacht. Aden McCarthy (39.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Mit sechs Punkten aus drei Spielen ist Dortmund in der Gruppenphase wieder auf Kurs.

Schon das 3:2 gegen den FC Villarreal zum Auftakt hatte Guirassy mit zwei Treffern sichergestellt. Auswärts gab es erstmals nach saisonübergreifend vier Niederlagen wieder Grund zum Jubeln. Der bis dato letzte internationale Erfolg gelang dem BVB am 21. Oktober 2025 beim FC Kopenhagen (4:2).

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Chancen im Minutentakt

Nach den jüngsten Flops gegen Bremen (2:2), in Bodö und bei Union Berlin (0:0) stellte Kovac sein Team auf vier Positionen um. Ein krasser Stellungsfehler ermöglichte Kaheem Parris die erste Chance, doch dieser legte sich den Ball zu weit vor. Der BVB hatte zu Beginn Chancen im Minutentakt, immer wieder initiiert von Carney Chukwuemeka an dessen 23. Geburtstag. 

Zunächst vergab Fabio Silva zwei Gelegenheiten, dann auch Guirassy. Doch kurze Zeit später war auf Dortmunds Garant Verlass: Einen Schuss von Nationalspieler Felix Nmecha ließ Sabah-Keeper Stas Pokatilow prallen, Guirassy setzte nach und traf.

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Torhymne für Mickels, aber kein Ausgleich

Wer dachte, dass der BVB fortan die Partie beim Königsklassen-Debütanten locker kontrollieren würde, sah sich getäuscht. Einen Freistoß von Joey Veerman aus 18 Metern wehrte Pokatilow ab. Aus dem Spiel legte Dortmund kaum nach. Stattdessen wurden die Gastgeber in schwarz und pink stärker.

Nach einer halben Stunde traf der deutsch-ruandische Stürmer Joy-Lance Mickels, früher beim FC Schalke, nach starker Parris-Vorlage zum Ausgleich. Doch obwohl der Stadion-DJ bereits die Tormusik abspielen ließ, zählte der Treffer wegen einer Abseitsposition nicht. 

Kobel rettet 1:1 vor der Pause

Sabah blieb am Drücker und belohnte sich. Einen Freistoß des ehemaligen Bundesliga-Profis Tymoteusz Puchacz köpfte Innenverteidiger McCarthy aus ganz kurzer Distanz ins Tor. Gregor Kobel war machtlos, nachdem Waldemar Anton in der Luft das Nachsehen gehabt hatte.

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Kobel war es, der danach zweimal Schlimmeres verhinderte. Der Schweizer Nationaltorhüter war in einer schwachen Kovac-Elf vor der Pause noch der stabilste Dortmunder. 

Veerman assistiert punktgenau

Die rund 2.000 BVB-Fans waren nominell deutlich in der Unterzahl, machten sich aber bemerkbar. Obwohl Kovac in Jobe Bellingham, Ethan Nwaneri und Maximilian Beier starke Optionen auf der Bank hatte, ließ er sein Team zunächst so weitermachen. Und recht gab ihm erneut Stürmer Guirassy, der eine präzise Flanke von Veerman verwandelte. Der 30-Jährige hätte drei Minuten später beinahe seinen dritten Treffer nachgelegt, scheiterte mit einem Schlenzer aber an Pokatilow.