Berlin (dpa) –
Die Golf-Serie LIV stellt ihren Spielbetrieb nach knapp fünf Jahren ein. Die 2022 mit Milliardensummen aus Saudi-Arabien gegründete Tour verkündete nun das endgültige Aus. «LIV Golf hat Spaß gemacht, war anspruchsvoll, inspirierend und zeitweise herausfordernd – aber immer lohnend», teilte LIV-Geschäftsführer Scott O’Neil mit. Zuvor hatten bereits Golfstars wie Jon Rahm, Sergio Garcia (beide Spanien), Louis Oosthuizen (Südafrika) und Tyrrell Hatton (England) erklärt, dass sie nicht bei einer Neuauflage «LIV 2.0» dabei wären. Auch der zweifache deutsche Major-Sieger Martin Kaymer (41) spielte auf der LIV-Tour.
Nach dem Rückzug des neuen Hauptsponsors, der der LIV-Tour aus der finanziellen Krise helfen sollte, folgte nun das Aus. BC Partners Credit hatte zuvor angekündigt, bis zu 300 Millionen US-Dollar in die Neuauflage der Tour zu investieren. Die LIV-Pläne sahen vor, mindestens zehn Turniere im Jahr 2027 auszutragen. Die Konkurrenz-Serie der US-amerikanischen PGA Tour und der europäischen DP World Tour ging davon aus, dass bis zu 30 Spieler bereit gewesen wären, in der Liga zu bleiben, doch nach dem Abgang von Rahm und Co. fehlten die prominenten Namen.
Anfang vom Ende: Saudi-Arabien dreht Geldhahn zu
Die Krise von LIV Golf begann im April, als der saudi-arabische Staatsfonds PIF seine Investitionsstrategie änderte und erklärte, dass er LIV Golf nach der Saison 2026 nicht mehr finanzieren werde. Im September stellte LIV Golf dann einen Insolvenzantrag. Der PIF soll die Golfserie über die Jahre mit bis zu mit rund fünf Milliarden Dollar unterstützt haben.
LIV Golf startete im Jahr 2022 und warb mit bis zu dreistelligen Millionensummen viele bekannte Golfer wie Dustin Johnson, Brooks Koepka, Bryson DeChambeau und Phil Mickelson (alle USA) sowie Rahm und Garcia von der PGA Tour und der DP World Tour ab.
