Frankfurt/Main (dpa) –
Die Lufthansa und die Regierung Portugals haben den Einstieg des deutschen Luftverkehrskonzerns bei der portugiesischen Staatsfluglinie Tap vertraglich unter Dach und Fach gebracht. «Damit ist ein entscheidender Meilenstein im Privatisierungsverfahren von Tap erreicht», heißt es in einer Lufthansa-Mitteilung.
Der vereinbarte Kaufpreis für die Beteiligung von zunächst 44,9 Prozent beträgt 1,025 Milliarden Euro. Bis zu 5 Prozent sind zunächst für die Tap-Beschäftigten reserviert, könnten aber auch noch an die Lufthansa gehen. Dadurch würde der Kaufpreis auf 1,2 Milliarden Euro steigen. Die Mehrheit behält mit gut 50 Prozent zunächst der portugiesische Staat.
«Die heutige Unterzeichnung ist ein hervorragendes und weit in die Zukunft reichendes Signal für die gemeinsame Zukunft mit Tap Air Portugal und die Weiterentwicklung der Lufthansa Group», sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr laut der Mitteilung. «Unsere Netzwerke ergänzen sich ideal und eröffnen uns neben Portugal insbesondere in Südamerika und Brasilien neue Wachstumsperspektiven.»
Lufthansa hatte Mitte Oktober von der Regierung in Portugal den Zuschlag für einen Minderheitsanteil an Tap erhalten. Damit setzte sich der deutsche Luftverkehrskonzern gegen seine französisch-niederländische Konkurrentin Air France-KLM durch, die zuvor bei der skandinavischen SAS den Zuschlag für eine Mehrheit gewonnen hatte.
Der Einstieg bei Tap steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung seitens der Wettbewerbsbehörden.
