Athen (dpa) –
Ein Manipulationsskandal im griechischen Basketball schlägt immer höhere Wellen. Verbandspräsident Vangelis Liolios macht daher vorübergehend Platz. «Ich ziehe mich zurück, damit der Basketball seinen Betrieb fortsetzen kann», erklärte Liolios nach einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur ANA-MPA und anderer Medien bei seiner Aussage vor dem Untersuchungsrichter in Athen. Sein Rückzug soll bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens gelten, fügte er hinzu.
Gegen Liolios wird im Zusammenhang mit Vorwürfen der Bestechung und Spielmanipulation ermittelt. Nach Medienberichten sollen rund 50 Partien betroffen sein, darunter Spiele der höchsten griechischen Liga. Die mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten reichen demnach bis ins Jahr 2016 zurück.
Knapp eine Million Euro bei Ermittlungen sichergestellt
Neben Liolios wurden drei Schiedsrichter und Schiedsrichter-Funktionäre festgenommen. Bei der Durchsuchung der Wohnungen der Festgenommenen wurden nach Polizeiangaben knapp eine Million Euro in Bargeld sichergestellt. Die Herkunft des Geldes war demnach ungeklärt.
Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch eine Anzeige des Athener Basketballclubs Maroussi vom April gegen die Geschäftspraktiken des Verbandes.
Liolios weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Seine Seite betont, dass keine belastenden Beweise gegen ihn vorlägen. Über die Vorwürfe und eine mögliche strafrechtliche Verantwortung muss nun die Justiz entscheiden.
