Rotterdam (dpa) –
Die deutschen Turner haben bei den Weltmeisterschaften nach einer insbesondere am Boden schwachen Vorstellung das Minimalziel Team-Finale deutlich verpasst. Zum Abschluss der Qualifikation enttäuschte die Auswahl von Bundestrainer Jens Milbradt mit 235,928 Punkten. Damit reichte es für Radomyr Stelmakh, Lucas Kochan (beide Cottbus), Timo Eder (Ludwigsburg), Nils Dunkel (Halle/Saale) und Glenn Trebing (Hannover) nur zum 15. Platz unter 24 Mannschaften. Bestes Team war Japan mit 254,529 Zählern.
Für das Team-Finale am Dienstag wäre mindestens Rang acht nötig gewesen. Nach einem von zahlreichen Stürzen geprägten Auftritt am Boden verfehlte das Quintett die 240,160 Punkte vom fünften Platz bei den Europameisterschaften in Zagreb im vorigen August. Als Bester der deutschen Mannschaft erreichte der ehemalige Mixed-Europameister Eder immerhin das Mehrkampf-Finale am Donnerstag.
Weltspitze weit entfernt
«Wenn nicht eine Bodenübung läuft und die beste Wertung eine 12,0 ist, dann hat man einfach keine Chance mehr», sagte Bundestrainer Jens Milbradt und sprach von einem «Knackpunkt». Von der Weltspitze der besten sechs Mannschaften sei man aktuell weit entfernt. «Wir haben zurzeit, das muss man ganz ehrlich sagen, im Finale der Top acht leider nichts zu suchen.»
Nach einem soliden Start am Barren und am Reck hatte die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) trotz einer von diversen gesundheitlichen Problemen beeinträchtigten Vorbereitung das Team-Finale im Visier. Doch am Boden blieb keiner fehlerfrei. Eder, Stelmakh und Kochan stürzten sogar. Danach war das Team-Finale auch mit konzentrierten Vorträgen am Pauschenpferd, den Ringen und am Sprung nicht mehr zu retten.
