Vermischtes

So kommen Sie mit dem Fahrrad sicher durch den Herbst

Berlin (dpa/tmn) –

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da – und mit ihm die große Rutschgefahr. Denn feuchtes Laub, Reif und glatte Oberflächen machen die Straßen öfters ziemlich rutschig. Das ist naturgemäß für Zweiradfahrer noch mal brenzliger.

Beim Bremsen, in Kurven und bei Ausweichmanövern können Räder wegrutschen. Mit diesen Tipps vom Auto Club Europa (ACE) kommt man nun aber auch auf zwei Rädern sicherer an:

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Nass, kalt, glitschig? Umsichtig fahren und bremsen

Bei Nässe und Laub auf den Straßen fährt man lieber etwas langsamer und defensiv. Auf glatten Strecken braucht das Rad nämlich länger zum Anhalten. Laub kann Vorder- und Hinterrad wegrutschen lassen. Zudem kann es Unebenheiten und Hindernisse wie Schlaglöcher, Steine oder Pfützen verdecken.

Auf rutschigem Belag dosiert man beide Bremsen fein. Zu starkes Bremsen mit der Vorderradbremse kann das Vorderrad wegrutschen lassen. Durch ein zu kräftiges Bremsen auf Rutschigem kann es die Seitenführung verlieren. Dann lasse sich ein Sturz nur bei «sofortigem Loslassen des Bremsgriffs» verhindern. Ein blockierendes Hinterrad lässt sich besser ausgleichen. Hier genügt es in der Regel, weniger stark zu bremsen.

Die Bremswirkung und Bremskraftverteilung sollte man auf verschiedenen Untergründen üben – dann, wenn die noch nicht oder kaum glatt sind. Der ACE rät, sich sicher abseits des Verkehrs mit der Bremswirkung vertraut zu machen. Welcher Hebel wirkt auf welches Rad und wie verhält sich das Fahrrad beim dosierten Einsatz beider Bremsen?

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Bei Pedelecs kann das angetriebene Rad durch die Unterstützung des E-Motors besonders beim Anfahren und Beschleunigen in Kurven die Haftung verlieren. Bei Nässe und Rutschgefahr fährt man also besser in einer niedrigeren Unterstützungsstufe an und tritt erst einmal behutsam.

Die Technik sollte in Schuss sein

Haben die gezogenen Bremshebel kaum noch Abstand zum Lenker, ist das ein Indiz für abgefahrene Bremsbeläge – prüfen und bei Bedarf rasch austauschen. Auch Quietschen oder Kratzen der Bremsen checken lassen. Verschlissene Scheibenbremsbeläge oder festsitzende Bremssättel können sich dadurch bemerkbar machen, dass es bereits während der Fahrt quietscht – nicht erst beim Bremsen.

Besonders hier sind Reif und Frost möglich

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt können sich Reif und Eis bilden. Speziell auf Brücken, im Schatten und auf wenig befahrenen Wegen besteht erhöhte Sturzgefahr. Wer nicht weiß, ob eine Strecke nur nass oder sogar bereits vereist ist, kann auf gerader Strecke vorsichtig und kurz mit dem Hinterrad anbremsen. Im Zweifel sollte man zunächst an einer weniger glatten Stelle anhalten.

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Eine Schicht aus feinen weißen Eiskristallen rät der ACE unbedingt ernst zu nehmen. Dann: Tempo raus, mit mehr Anhalteweg als sonst kalkulieren, da Lenk- sowie Bremsmanöver möglichst mit Bedacht ausgeführt werden sollten. 

Auf offensichtlich vereisten Flächen oder bei unsicherer Bodenhaftung heißt es: absteigen und schieben. Beim Abstützen und Absteigen ist aber Vorsicht geboten, weil Schuhe oft weniger Halt geben als Fahrradreifen. Nasse Fahrbahnmarkierungen, Kanaldeckel und Kopfsteinpflaster sind rutschiger als trockener Asphalt. 

Reifen und Luftdruck checken

Wer häufig auf Wald- oder Baumstrecken fährt, sollte möglichst breite Reifen mit ausgeprägtem Profil verwenden. Ein etwas reduzierter Luftdruck kann die Auflagefläche vergrößern und die Anpassung an den Untergrund verbessern. 

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Der auf der Reifenflanke angegebene Luftdruck darf aber nicht unterschritten werden. Und natürlich spielt das Gewicht des Fahrers eine Rolle. Keinesfalls darf der Druck so niedrig sein, dass die Felge durchschlägt. Wer häufiger im Winter fährt, kann auch über spezielle Winterreifen oder solche mit Spikes nachdenken.