Rotterdam (dpa) –
Das Team-Finale der Weltmeisterschaften in Rotterdam findet ohne die deutschen Turnerinnen statt. Zum Abschluss der zweitägigen Qualifikation verdrängten China und Brasilien die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) noch aus den Top-Acht. Am Ende reichten die 158,661 Punkte von Helen Kevric (Stuttgart), Karina Schönmaier, Lea Marie Quaas, Emma Malewski (alle Chemnitz) und Madita Mayr (Jetzendorf) vom Sonntag nur zum zehnten Rang. Zuvor hatte schon die deutsche Männer-Mannschaft als 15. das Team-Finale an diesem Dienstag verpasst.
«Ich bin natürlich ein bisschen enttäuscht», sagte Bundestrainer Gerben Wiersma. Er habe bereits zuvor Platz zehn erwartet, aber auf Rang acht gehofft. «Wir haben gestern sehr gut geturnt. Die Turnerinnen haben das Maximale gezeigt. Wir können nicht unzufrieden sein mit dem, was die Turnerinnen gezeigt haben», lobte der Niederländer. Der zehnte Platz sei nicht schlecht. Als beste Nation in der Ausscheidung mit 164,996 Punkten geht China in den Endkampf am Mittwoch.
Wiersma hofft nun am Samstag auf eine Medaille für Helen Kevric. Die 18 Jahre alte Europameisterin zog als Zweitbeste ins Finale der besten Acht am Stufenbarren ein. «Die Chance ist stark», sagte der Bundestrainer. Dafür müsse sie aber wie in der Qualifikation ihre Übung mit dem hohen Schwierigkeitswert 6,4 turnen. «In den letzten zwei, drei Wochen hat sie das jedes Mal gezeigt», sagte Wiersma.
