Berlin (dpa/tmn) –
Lilien wirken elegant und werden auch wegen ihrer Symbolik gern in Sträußen und Gestecken verarbeitet, denn sie stehen für Würde und Wiedergeburt. Für Katzen kann der Blumenschmuck jedoch tödlich sein, warnt Aktion Tier.
«Bei Lilien ist die gesamte Pflanze hochtoxisch», sagt Aktion-Tier-Tierärztin Tina Hölscher. Giftig seien Blütenblätter, Stängel und sogar das Wasser in der Vase. Besonders gefährlich sei der Blütenstaub: Er kann am Gesicht der Katze haften bleiben und beim Putzen über die Pfoten aufgenommen werden.
Innerhalb weniger Stunden könnten Erbrechen, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und vermehrtes Speicheln auftreten. Unbehandelt führe das Gift innerhalb von 24 bis 72 Stunden zu irreparablem akutem Nierenversagen und zum Tod.
Besteht der Verdacht, dass eine Katze an einer Lilie geknabbert oder Blütenstaub abbekommen hat, sollten Halter sofort eine Tierarztpraxis oder Tierklinik aufsuchen, rät Hölscher. Je früher eine Notfallbehandlung mit Infusionen und weiteren Präparaten beginne, desto höher seien die Überlebenschancen.
Etliche Pflanzen giftig für Katzen
Nicht nur Lilien sind gefährlich für Katzen – auch die saisonal beliebten Weihnachtssterne. Vor allem ihr milchiger Saft kann zu Vergiftungen führen. Wer bemerkt, dass die Katze an einem Weihnachtsstern oder einem anderen Wolfsmilchgewächs genagt hat, sollte ebenfalls tierärztlichen Rat suchen.
Auch Alpenveilchen, Christrosen und Amaryllis können Katzen schaden. Katzenhalter sollten sich zunächst damit beschäftigen, ob eine Pflanze für die Katze giftig ist, bevor sie sie ins Haus holen, rät das Magazin «Ein Herz für Tiere».
