Experte vom Alpenverein

Bergtour planen: «Auf alte Karten kein Verlass»

Hat es länger stark geregnet oder gab es schwere Unwetter, müssen Wanderer vor einer Bergtour sicherstellen, dass die Route begehbar ist. «Wege können stark unterspült, oder ganze Hänge durch Muren abgerutscht sein», sagt Thomas Wanner vom Deutschen Alpenverein.

Deshalb sollte man sich dann nicht mehr nur auf die Wanderkarte verlassen, sondern bei lokalen Tourismusbüros oder Bergführer-Vereinigungen anrufen, ob der Weg frei ist. Auch Hüttenbetreiber können dazu oft Auskunft geben.

Extreme Wetterereignisse nehmen nach Einschätzung von Wanner zu und deshalb kommt es auch immer häufiger vor, dass Wege kurzfristig gesperrt werden, weil sie nicht mehr sicher begehbar sind. 

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Routen verändern sich

Auch der Klimawandel trägt dazu bei – so könnten Routen, die vor einigen Jahren noch machbar waren, inzwischen generell nicht mehr passierbar sein. Beispielsweise, weil der Gletscher dort stark zurückgegangen ist und Übergänge nicht mehr begehbar sind, die es einst noch gab.

Aus dem Grund ist gerade im hochalpinen Bereich auf alte Karten kein Verlass, so der Experte. Auch hier sollte man sich auf einen möglichst aktuellen Stand bringen, um die Tour sicher zu planen.

Bei scheinbar aktuellen digitalen Karten ist es aber wichtig, die Quelle zu hinterfragen: Oft beruhen sie nur auf individuellen Erfahrungsberichten und nicht auf der Expertise von Bergführern und Fachleuten vor Ort, die die Wege regelmäßig inspizieren.

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