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Bundesamt: Heizperiode für Radon-Check nutzen

Salzgitter (dpa/tmn) –

Der Beginn der Heizsaison kann eine gute Gelegenheit sein, eine Radon-Messung in der Wohnung oder im Haus zu starten. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in einer aktuellen Pressemitteilung hin.

Radon ist ein radioaktives Gas, das überall in Deutschland im Boden vorkommt. Von dort kann es laut BfS in Gebäude eindringen. Bei dauerhaft hoher Belastung erhöht es das Lungenkrebsrisiko der Bewohnerinnen und Bewohner. Die schädliche Wirkung tritt auf, wenn man Radon über Jahre oder Jahrzehnte in größeren Mengen einatmet.

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Schadstoff in der Raumluft zeigt sich im Winter deutlich

Da man Radon nicht riechen, schmecken oder sehen kann, bleibt das Risiko häufig unbemerkt. Das Bundesamt empfiehlt deshalb, eine Messung durchzuführen. Ist zu viel Radon in der Raumluft, zeige sich das im Winter meist besonders deutlich. Daher biete sich eine mehrmonatige Messung während der Heizperiode an. Für ein aussagekräftiges Jahresergebnis sollte allerdings ein ganzes Jahr lang gemessen werden.

Dafür gibt es selbst aufstellbare Messgeräte. Passive Radonmessgeräte werden dabei für Messungen über längere Zeiträume (bis zu einem Jahr) eingesetzt. Die Auswertung erfolgt dann in einem Labor.

Für Kurzzeitmessungen oder Momentaufnahmen kommen auch elektronische Messgeräte zum Einsatz. Ihr Ergebnis lässt sich meist direkt im Display oder an einem angeschlossenen Computer ablesen. 

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Die Messung sei preiswert und unproblematisch, heißt es vom BfS. Das Amt bietet online eine Liste mit Anbietern, deren Geräte auf ihre Eignung geprüft wurden. 

Wirksame Gegenmaßnahmen

Und was, wenn die Messwerte zu hoch sind? Dann kommen laut BfS folgende Schutzmaßnahmen infrage: 

  • Regelmäßiges Stoßlüften als erste einfache Gegenmaßnahme – mit dem Ziel, die gesamte Raumluft innerhalb weniger Minuten auszutauschen
  • Abdichten von Türen und Leitungen zum Keller
  • Reicht das nicht aus, ist es mitunter sinnvoll, weitere Eintrittswege abzudichten, eine Lüftungsanlage einzubauen oder das Radon unter dem Gebäude abzusaugen. Hierzu sollten Fachleute eingeschaltet werden.

Das Aufkommen von Radon im Erdboden schwankt in Deutschland regional. In gewissem Maße kommt es überall und daher auch in allen Innenräumen vor. Eine Karte zeigt die durchschnittlichen Radon-Konzentrationen, denen Menschen in ihren Wohnungen ausgesetzt sind. Eine weitere Karte gibt Aufschluss über die regionale Konzentration im Boden.

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