Singapur (dpa) –
Auf seiner Abenteuer-Anreise mit dem Fahrrad von Malaysia nach Singapur sind dem Formel-1-Piloten Valtteri Bottas wilde Tiere begegnet. Der Finne berichtete im Fahrerlager bestens gelaunt, dass er auf seiner knapp 420 Kilometer langen Strecke sogar eine Kobra, eine Python und auch eine große Eidechse gesehen habe. Die Schlangen seien aber «ziemlich entspannt» gewesen. Sie hätten einfach ihr Ding gemacht.
Bottas war beim Formel-1-Rennen in Sepang am vergangenen Sonntag vorzeitig ausgeschieden und hatte sich danach am Flughafenhotel aufs Rad gesetzt. Der begeisterte Radfahrer wurde von seiner Partnerin Tiffany Cromwell begleitet, einer australischen Radrennfahrerin.
Sie machten sich für die vier Tage lange Reise einen festen Plan, ein Begleitfahrzeug war ebenfalls immer dabei. «Es hat Spaß gemacht und war ein Abenteuer», meinte der Cadillac-Pilot. «Ich bin froh, es gemacht zu haben.»
Im Stau hinter Kühen
Bottas war auch nachts und teilweise im Dschungel unterwegs. Er sei einmal von einem Hund verfolgt worden und hätte einmal hinter einer Gruppe Kühe festgesteckt. «Der wildeste Teil waren die Nachtfahrten im Dschungel, die Geräusche dort. Da fängt dein Verstand an, dir Streiche zu spielen: Was ist da draußen?», berichtete der 37-Jährige.
Die Distanz bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit war für Bottas eine gute Vorbereitung auf das Nachtrennen in Singapur. Auf der ungewöhnlichen Anreise hätte er außerdem einen klaren Kopf bekommen, erzählte der Spitzenathlet, der auf dem Fahrrad schön längere Strecken hinter sich gebracht hat. «Mit solchen Distanzen kenne ich mich aus.»
Ein neues Abenteuer steht für Bottas erst einmal nicht an. Dafür müsse er sich auch zunächst den Rennkalender für das kommende Jahr genauer ansehen. «Jetzt ist nichts geplant», sagte er.
Hülkenberg stänkert
Eine Spitze konnte sich Audi-Pilot Nico Hülkenberg nicht verkneifen. Der Deutsche verpasste als Elfter in einem chaotischen Grand Prix in Malaysia knapp die Punkte und machte dafür auch Bottas verantwortlich, der sich in der Anfangsphase gedreht hatte und vorzeitig ausschied.
«Ich hätte es vorgezogen, wenn er sich am Sonntag nicht gedreht hätte und sich ein bisschen mehr auf das Rennen konzentriert hätte und nicht auf seine Rad-Tour», stänkerte Hülkenberg, «weil er mir mein Rennen echt vermasselt hat».
