Vermischtes

Krank im Urlaub: So bleiben Sie nicht auf den Kosten sitzen

Berlin (dpa/tmn) –

Es wünscht sich gerade im Urlaub keiner – dennoch kann es auch da zu Krankheiten, Verletzungen und medizinischen Notfällen kommen. Das ist dann oft auch finanziell belastend. 

Ein Herzinfarkt im Spanienurlaub kann inklusive Rücktransport nach Deutschland bis zu 60.000 Euro kosten. Ein Unterarmbruch beim Wandern in Österreich kann mit bis zu 2.500 Euro zu Buche schlagen, eine Magen-Darm-Erkrankung in Ägypten mit bis zu 4.000 Euro, wie das Verbraucherportal «Finanztip» unter Verweis auf Angaben von Versicherern berichtet.

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Auf die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sollten Urlauberinnen und Urlauber dabei nicht allein vertrauen. Sie übernimmt im Ausland oft nur einen Teil der Behandlungskosten. Dortige Ärzte rechnen häufig privat ab oder Patienten müssen hohe Eigenanteile zahlen. Auch den medizinischen Rücktransport nach Deutschland zahlt die GKV nicht. Eine private Auslandskrankenversicherung kann diese Lücke schließen.

Die Police muss nicht teuer sein: Gute Tarife für Einzelpersonen gibt es laut «Finanztip» ab zwölf Euro im Jahr. In einem aktuellen Vergleich der Stiftung Warentest beginnt «sehr guter» Schutz bereits bei etwa acht Euro jährlich; Familien zahlen demnach ab rund 30 Euro. Die Beiträge gelten für jüngere Versicherte und können je nach Alter und Tarif höher liegen. 

«Finanztip» empfiehlt den Tarif RIE20 der Huk24 für 13,80 Euro im Jahr für Alleinreisende bis 59 Jahre sowie Angebote von Debeka und Concordia ab zwölf Euro.

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Worauf sollten Reisende beim Versicherungsschutz achten?

Unabhängig von Preis und Anbieter: Beim Abschluss kommt es auf die Bedingungen an. «Finanztip» zählt folgende wichtige Faktoren auf: 

  • Der Schutz sollte weltweit gelten und die gesamte Reisedauer abdecken.
  • Wichtig ist, dass der Versicherer einen medizinisch sinnvollen und vertretbaren Rücktransport zahlt – nicht nur einen medizinisch zwingend notwendigen. 
  • Auch Such-, Rettungs- und Bergungskosten sollten eingeschlossen sein, etwa nach einem Wanderunfall. 
  • Wer bereits chronisch krank ist, sollte prüfen, ob unerwartete Verschlechterungen der Erkrankung mitversichert sind. 
  • Familien achten am besten zusätzlich auf Rooming-in: Dann übernimmt die Versicherung die Übernachtung einer Begleitperson, wenn ein Kind im Krankenhaus liegt.

Wie teuer etwa ein Rücktransport werden kann, ordnet die Stiftung Warentest ergänzend ein: Ein Flug im Spezial-Ambulanzjet kann demnach weit mehr als 100.000 Euro kosten. 

Auch Privatversicherte sollten ihren Schutz prüfen, denn nicht jede private Krankenversicherung (PKV) übernimmt den Rücktransport sowie Such- und Bergungskosten. Deshalb kann eine Auslandskrankenversicherung für sie als Ergänzung ebenfalls sinnvoll sein, so die Stiftung Warentest.

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Generell gelte: Bei absehbar teuren Behandlungen sollten Urlauber möglichst früh die Notrufnummer ihres Auslandskrankenversicherers kontaktieren, um Probleme bei der Schadenregulierung zu vermeiden.