Sölden (dpa) –
Der Ski-Weltverband Fis muss gut zwei Wochen vor dem Start in die neue Alpin-Saison einen überraschenden Rücktritt hinnehmen. Markus Waldner wird seinen Posten als Renndirektor bei den Männern nach insgesamt zwölf Jahren abgeben. Er werde seinen noch zu bestimmenden Nachfolger in der Übergangphase während des bevorstehenden Winters noch unterstützen, hieß es in einer Mitteilung. Gleichzeitig würde geprüft, welche Aufgaben innerhalb der Fis der Südtiroler anschließend übernehmen könnte.
«Die Verantwortung für den alpinen Skisport auf höchstem Niveau zu tragen, ist ein Privileg, aber auch eine Position, die mit enormem Druck verbunden ist», erklärte Waldner. «Im Laufe der Jahre – während sich die Fis und der Sport weiterentwickelt haben und gewachsen sind – hat sich dieser Druck so weit aufgebaut, dass ich nun das Gefühl habe, nicht mehr über die nötige Energie und die richtige Einstellung zu verfügen, um eine weitere volle Saison so zu bestreiten, wie ich es mir wünschen würde.»
Immer wieder Sicherheitsdiskussionen
Waldners Arbeit in den vergangenen zwölf Jahren sei «von unschätzbarem Wert» gewesen, sagte Fis-Renndirektor Janne Leskinen. Die Suche nach einem Nachfolger habe bereits begonnen, so der Weltverband. Während des ersten Teils der Saison werde Peter Gerdol, Renndirektor für die alpinen Frauen, auch die Verantwortung für die Männer-Rennen übernehmen.
Die neue Weltcup-Saison startet am 24. und 25. Oktober auf dem Söldener Rettenbachferner. In den vergangenen Jahren waren die Alpinen aufgrund zahlreicher Stürze immer wieder von Sicherheitsdiskussionen begleitet worden. Zudem musste die Fis viel Kritik für ihre Klimastrategie einstecken.
