Aalborg (dpa) –
Deutscher Doppel-Coup für Paris Saint-Germain: Nach Renars Uscins wechselt auch Handball-Nationalspieler Juri Knorr im kommenden Sommer zum französischen Topclub. Der 26 Jahre alte Spielmacher verlässt den dänischen Meister Aalborg Handball damit ein Jahr vor Ablauf seines Vertrags.
Für Knorr, der im Sommer 2025 vom Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen nach Dänemark gewechselt war, kassiert Aalborg nach eigenen Angaben die mit Abstand höchste Ablösesumme der Vereinsgeschichte. Der Club nennt den Verkauf einen «Rekordtransfer».
Teammanager Martin Larsen bezeichnete den Norddeutschen als Spieler, den man sehr schätze und auch weiterhin schätzen werde. «Umgekehrt haben wir aber kein Interesse daran, einen Spieler zu halten, der andere Zukunftspläne hat. Wenn wir durch einen solchen Verkauf auch noch einen hohen finanziellen Gewinn erzielen, ist das natürlich auch ein wichtiger Faktor für uns», sagte Larsen.
Bundesliga-Trainer wartet auf Knorr in Paris
Mit Aalborg wurde Knorr in der vergangenen Saison dänischer Meister und Pokalsieger, zudem gewann die Mannschaft den Supercup. In Paris trifft eine der großen deutschen Hoffnungen für die Heim-WM 2027 nicht nur auf Uscins, sondern auch auf Melsungens Trainer Roberto Garcia Parrondo, der sich im Sommer ebenfalls dem französischen Topclub anschließt.
Für Knorr ist es die dritte Auslandsstation seiner Karriere, nachdem er bereits von 2018 bis 2019 für den FC Barcelona aufgelaufen war. «Ich war und bin unglaublich glücklich, bei Aalborg Handbold zu sein. Dennoch möchte ich diese neue Herausforderung annehmen und bin daher sehr zufrieden, dass ich gemeinsam mit dem Verein eine Lösung finden konnte, die allen Beteiligten zugutekommt», sagte Knorr.
