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Schröder vor NBA-Rekord: Wie er in Charlotte zum Mentor wird

Charlotte (dpa) –

Dennis Schröder hat in der NBA schon in guten und schlechten Basketball-Teams gespielt, an der West- und an der Ostküste, als Starter und als Bankspieler. Doch die Rolle, die der deutsche Welt- und Europameister von dieser Woche an bei den Charlotte Hornets übernimmt, ist auch für Schröder ungewohnt: Der 33-Jährige ist als Mentor für zwei junge Landsleute gefragt, die ihre Karriere in der Hochglanzliga beginnen.

Der Würzburger Hannes Steinbach (20 Jahre) und Aufbauspieler Christian Anderson (20) wurden im Draft im Sommer von den Hornets ausgewählt und spielen künftig mit Schröder zusammen. «Ich bin Veteran, 14 Jahre jetzt in der Liga, habe sogar die meisten Jahre im Team, und versuche natürlich so die beiden Jungen durch ihre Rookie-Saison zu begleiten und es so easy wie möglich für sie zu machen», sagte Schröder bei RTL/Sky Sport.

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Schröder glaubt an lange Karriere

Was in den vergangenen Jahren die Orlando Magic mit den Wagner-Brüdern Franz und Moritz sowie Tristan da Silva waren, sind in diesem Jahr die Hornets: das Team, auf das es sich aus deutscher Sicht besonders zu schauen lohnt. Sportliche Erfolge sind dabei alles andere als selbstverständlich. Im ausgeglichenen Osten mit Meister New York Knicks wäre schon eine Playoff-Teilnahme ein Erfolg.

Spielmacher Schröder geht davon aus, dass Steinbach und Anderson den Sprung in die nordamerikanische Profiliga meistern werden. «Sie wollen gut sein und ich glaub, dass sie eine lange Karriere hier haben werden», sagte er.

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Schröder selbst steht nach wilden Jahren vor einem kuriosen NBA-Rekord. Die Hornets sind sein zwölfter Club, nur Ish Smith (13) hat in der langen Historie der Liga mehr. Bei der Fluktuation der vergangenen Jahre ist realistisch, dass der deutsche Nationalmannschaftskapitän die Bestmarke nicht nur einstellt, sondern sogar erhöht.

Gute WM-Chancen für junges Duo?

Andererseits bietet Charlotte dem Aufbauspieler die Chance auf ordentliche Spielanteile sowie ein günstiges Umfeld, umgeben von den beiden deutschen Talenten. «Dennis bringt gute Leadership in die Mannschaft. Er ist einer, der den Jungs die richtigen Sachen zeigen kann und die wichtigsten Aspekte des NBA-Basketballs weitergeben kann», sagte Orlandos da Silva über das Trio in Charlotte. 

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Akklimatisieren sich Steinbach und Anderson in der NBA schnell, sind sie auch für die angestrebte WM-Titelverteidigung in Katar 2027 sowie für Olympia 2028 in Los Angeles Kandidaten. «Es ist sehr cool, so jemanden hier zu haben. Dennis hat natürlich schon sehr viele Spiele in der NBA. Man hat da jemanden, mit dem man Deutsch reden kann, der einem so ein paar Tipps gibt, was er im Spiel sieht», sagte Steinbach über den routinierten Schröder.

Der Sohn von Burkhard Steinbach, früher Mannschaftskollege von Dirk Nowitzki, ist auf den Spuren der deutschen Legende, der ebenfalls aus Würzburg den Weg in die NBA fand und dort herausragende Erfolge feierte. 

Anderson hat viel Konkurrenz

Dabei ist Steinbach ein ganz anderer Spielertyp. Er kommt als physisch gefestigter Spieler in die beste Basketball-Liga der Welt und dürfte unter dem Ring sofort in Duelle mit Superstars wie dem raffinierten Nikola Jokic (Denver Nuggets) oder Ausnahmetalent Victor Wembanyama (San Antonio Spurs) geworfen werden.

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Für Anderson dürfte es komplizierter werden, sofort an Spielanteile zu kommen, zumal Schröder die gleiche Position bekleidet und mit seiner Erfahrung als Rotationsspieler wohl gesetzt ist. Der Aufbauspieler spricht mit Blick auf den NBA-Draft im Juni von «einem wahr gewordenen Traum».

Anderson und Alba Berlins Ausnahmeprofi Jack Kayil (20) dürften in der Nationalmannschaft übernehmen, wenn Schröder das Zepter einmal abgibt. Bis dahin bleibt die gemeinsame Zeit in Charlotte zur spielerischen Weiterentwicklung.