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Tarifgespräche in NRW und Baden-Württemberg: Lohn im Fokus

Ludwigsburg/Düsseldorf (dpa) –

Die ersten regionalen Verhandlungen in der deutschen Metall- und Elektroindustrie starten am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die IG Metall geht mit einer Forderung nach 5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Gespräche. Ein Ausgleich der zuletzt stark angestiegenen Inflation gilt als Mindestziel. Betroffen sind bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigte in so unterschiedlichen Branchen wie Auto, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Rüstungsgüter.

In der Branche sind in NRW rund 640.000 Menschen beschäftigt und in Baden-Württemberg etwa 900.000 Personen. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall sieht keinen Verteilungsspielraum für eine üppige Lohnerhöhung und verweist auf die verschärfte Deindustrialisierung mit dem Verlust hunderttausender Arbeitsplätze in den vergangenen Jahren. Einer von mehreren Gründen dafür seien die hohen Lohnkosten.

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In Baden-Württemberg hatte im Vorfeld Mercedes-Benz noch eine Diskussion über die Arbeitszeit angestoßen und eine Rückkehr zu 40 Stunden Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich ins Gespräch gebracht. Die 35-Stunden-Woche ist im Manteltarifvertrag geregelt. Dieser steht in der laufenden Tarifrunde aber nicht auf der Tagesordnung, weil er nicht gekündigt worden ist. Die aktuelle Runde ist eine reine Lohnrunde.

IG Metall fordert Arbeitgeberangebot zum Verhandlungsauftakt

Die baden-württembergische IG Metall-Bezirksleiterin Barbara Resch forderte den regionalen Arbeitgeberverband Südwestmetall im Vorfeld zur Vorlage eines Angebots zum Verhandlungsauftakt auf. «In dieser Tarifrunde geht es um Anerkennung und sichere Arbeitsplätze zugleich.» Arbeitgeber-Verhandlungsführer Peter Krause sagte, die Industrie stehe unter gewaltigem Druck. «Wir setzen darauf, dass sich auch die IG Metall dieser Verantwortung stellt, um den Verlust industrieller Substanz und einen weiteren Kahlschlag bei der Beschäftigung zu stoppen.»

Sowohl in Baden-Württemberg als auch in NRW hatte die IG Metall im Vorfeld ihre Entschlossenheit betont. Die Kampfbereitschaft sei deutlich höher als in den Jahren zuvor, hatte NRW-Verhandlungsführer und Bezirksleiter Knut Giesler erklärt. Die Friedenspflicht endet mit Ablauf des 31. Oktobers. Ab dann sind Warnstreiks möglich.

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