Gerade im Winter machen Autobatterien oft schlapp. Starthilfe kann dem Akku zwar wieder Leben einhauchen. Doch wenn das Auto auch danach nur schleppend anspringt, wird es wahrscheinlich Zeit für einen Tausch. Was dabei wichtig ist – von Kauf, über Ausbau bis Pflege.
1. Die richtige Batterie finden
Bauform, Kaltstartstrom, Nennspannung, Kapazität: All das sind Faktoren, auf die es bei der Autobatterie ankommt – sie müssen passen. Laut Tüv Süd ist das in der European Type Number (ETN) zusammengefasst, die aus neun Zahlen besteht. Batterien mit gleicher Nummer können problemlos getauscht werden.
Im Zweifel gilt natürlich: In Werkstatt oder Fachhandel beraten lassen, um nicht falsch zu kaufen.
2. Den Akku tauschen – oder tauschen lassen
Laien sollten die Finger von einem Wechsel in Eigenregie lassen. Denn mit Abklemmen, Herausnehmen, Einsetzen und Anklemmen ist es meist nicht getan. Nicht nur muss bei vielen Autos eine exakte Reihenfolge beim Ausbau der Batterie beachtet werden, so der Tüv Süd, sondern:
- Es drohen Datenverluste, wenn die Fahrzeugelektronik vom Stromkreis getrennt wird. Das kann dazu führen, das selbst Fensterheber danach nicht mehr richtig Dienst tun und erst mal wieder programmiert werden müssen. Profis arbeiten deshalb mit Pufferbatterien während des Austauschs.
- Hat das Auto etwa ein Batteriemanagementsystem oder eine Start-Stopp-Automatik, muss die neue Batterie im Steuergerät eingetragen und angelernt werden.
Wer sich den Wechsel selbst zutraut, sollte eine Schutzbrille aufsetzen und säurefeste Handschuhe anziehen, rät der ADAC. Der Automobilclub stellt auf seiner Website eine Anleitung zum Tausch bereit, betont aber auch: Das ist nur eine Orientierungshilfe. Maßgeblich seien die Betriebsanleitung beziehungsweise die Angaben des Herstellers.
3. Der neuen Batterie ein langes Leben schenken
Starterbatterien verschleißen: Bei neu eingebauten Akkus kann man mit ungefähr fünf Jahren Lebensdauer rechnen, so der Tüv Süd. Ob die Batterie doch länger hält oder früher schlappmacht, hängt aber laut ADAC auch maßgeblich von der Nutzung ab. Was schlecht für die Batterie ist:
- Fährt man nur Kurzstrecken, kann der Generator die Starterbatterie während der Fahrt nicht genug nachladen – es drohen Tiefentladungen, die der Lebensdauer schaden. Insbesondere, wenn zugleich noch viele elektronische Verbraucher genutzt werden.
- Auch lange Standzeiten können zum Problem werden. Längere Fahrstecken am Stück können laut dem ADAC helfen, den Akku richtig aufzuladen. Wer eine Garage hat, kann seine Batterie auch mit einem Ladegerät aus dem Fachhandel nachladen, während das Auto dort steht.
- Vor allem im Winter sinkt nach Angaben des Autoclubs die Ladungsbilanz der Batterie. Zum einen, weil viele Verbraucher wie Sitzheizung oder beheizte Außenspiegel im Einsatz sind. Zum anderen, weil die Batterie bei Minusgraden schlechter Ladung aufnimmt und das Aufladen länger dauert.
- Doch nicht nur Kälte ist ein Problem: Hohe Temperaturen lassen Batterien laut ADAC schnell altern. Deshalb sollte man sein Auto im Sommer lieber nicht tagelang in der prallen Sonne stehen lassen.
