Zum Auftakt geht es gegen den WM-Vierten Portugal, den Abschluss bildet das Duell mit Europameister Frankreich – und dazwischen warten mit Norwegen und Weltmeister Dänemark zwei weitere Top-Teams. Auf der Jagd nach der ersten EM-Medaille seit zehn Jahren stehen die deutschen Handballer in der Hauptrunde ausnahmslos vor großen Herausforderungen. 

«Jeder Gegner, der jetzt kommt, ist sehr stark», sagte Bundestrainer Alfred Gislason zum Hammer-Programm für die DHB-Auswahl in der zweiten Turnierphase. Teammanager Benjamin Chatton versprach gar Handball-Krimis im Stil früherer «Hitchcock-Klassiker.» 

Wie Deutschland starten auch die Portugiesen und Franzosen mit 2:0 Punkten in das Rennen um den Einzug ins Halbfinale, das die zwei besten Teams der Gruppe erreichen. Der Drittplatzierte spielt um Rang fünf. «Das werden Hammer-harte Aufgaben», sagte Kapitän Johannes Golla.

Der weitere EM-Fahrplan der DHB-Auswahl:

Donnerstag (15.30 Uhr) gegen Portugal

Das WM-Viertelfinale 2025 haben die deutschen Spieler noch in unguter Erinnerung. Durch das 30:31 nach Verlängerung schied die DHB-Auswahl aus und büßte damit die Chance auf eine Medaille ein. Ein Jahr zuvor gab es in der Vorbereitung auf die Heim-EM zwei knappe Testspielsiege. Bei einer EM-Endrunde standen sich beide Teams letztmals vor sechs Jahren gegenüber. Damals siegte Deutschland im Spiel um Platz 5 mit 29:27.

Bilanz: 20 Spiele – 16 Siege, 0 Remis, 4 Niederlagen 

Samstag (20.30 Uhr) gegen Norwegen

In den wichtigen Duellen mit den Skandinaviern schlug das Pendel in jüngerer Vergangenheit mal zur einen Seite und mal zur anderen aus. So wie bei der WM 2023, als Deutschland in der Hauptrunde mit 26:28 verlor und dann das Spiel um Platz 5 mit 28:24 gewann. Zuvor hatten die Norweger schon im WM-Halbfinale 2019 und bei der EM 2022 das bessere Ende für sich gehabt. Deutschland siegte dafür beim Olympia-Turnier 2021 in Tokio.

Bilanz: 56 Spiele – 37 Siege, 4 Remis, 15 Niederlagen

Montag (20.30 Uhr) gegen Dänemark

Seit fast zehn Jahren hat die DHB-Auswahl gegen die Dänen nicht mehr gewinnen können. Der vorerst letzte Sieg gelang am 2. April 2016 in Köln (33:26). Danach setzte es sieben zum Teil heftige Pleiten. Besonders schmerzten das 26:39 im Olympia-Finale 2024 und das 30:40 bei der WM im Vorjahr. Mut macht eigentlich nur der Blick auf die EM 2016, als die DHB-Auswahl auf dem Weg zum Gold-Triumph mit 25:23 siegte. 

Bilanz: 110 Spiele – 58 Siege, 14 Remis, 38 Niederlagen

Mittwoch (18.00 Uhr) gegen Frankreich

Das «Wunder von Lille» hat längst einen festen Platz in den Geschichtsbüchern des Handballs. Auf dem Weg zu Olympia-Silber besiegte das DHB-Team die Franzosen im Viertelfinale mit 35:34 nach Verlängerung, obwohl sie zwölf Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit zwei Toren zurückgelegen hatte. Dafür durfte Frankreich zuvor im WM-Viertelfinale 2023 und im Bronze-Spiel bei der WM 2019 jubeln. 

Bilanz: 78 Spiele – 39 Siege, 8 Remis, 31 Niederlagen