Titelverteidiger Frankreich hat bei der Handball-EM überraschend gepatzt und die deutschen Chancen auf das Halbfinale damit unfreiwillig verbessert. Nach der 32:36 (14:20)-Pleite des Europameisters gegen Spanien reicht der DHB-Auswahl im Duell mit Topfavorit Dänemark heute Abend (20.30 Uhr/ARD/Dyn) in Herning schon ein Unentschieden zum vorzeitigen Einzug in die Vorschlussrunde.

Vor 10.933 Zuschauern boten die Franzosen ihre bisher schwächste Turnierleistung. Der Favorit leistete sich im Angriff ungewöhnlich viele Fehler und ließ in der Abwehr die nötige Aggressivität vermissen. Das nutzten die Spanier um ihren starken Torwart Sergey Hernandez vom Bundesliga-Spitzenreiter SC Magdeburg immer wieder zu leichten Toren. 

Phasenweise lagen die Iberer, die keine Chance mehr auf das Halbfinale haben, mit sieben Treffern vorn. Zwar kamen die Franzosen, die am Mittwoch letzter Hauptrundengegner der DHB-Auswahl sind, dank einer Aufholjagd nach der Pause bis auf ein Tor (25:26) heran. Doch die Wende gelang nicht mehr.