Der Deutsche Olympische Sportbund akzeptiert die Entscheidung des IOC, dem Abfahrer Luis Vogt keine Ausnahme-Nominierung für die Winterspiele auszustellen. Nach dessen achtem Platz bei der Abfahrt von Kitzbühel hatte der DOSB versucht, den 23-Jährigen auch nach der Nominierungsfrist noch für Olympia nachzumelden. Einen entsprechenden Antrag lehnte das Internationale Olympische Komitee aber ab.
«Wir haben alles versucht, um Luis Vogt per Ausnahmegenehmigung zu einem Olympiastart zu verhelfen. Nun akzeptieren wir natürlich, dass das IOC den Regeln folgt und diese Genehmigung nicht erteilt», sagte Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport im DOSB und Chef de Mission bei den Winterspielen in Norditalien, in einer Mitteilung. Demnach ist kein Protest gegen die IOC-Entscheidung vorgesehen – Vogt muss zuhause bleiben.
Fünf deutsche Startplätze schon vergeben
Die deutschen Alpin-Männer haben insgesamt nur fünf Startplätze für die Events in Bormio. Diese Plätze waren schon vor der Kitzbühel-Abfahrt an Linus Straßer, Simon Jocher, Alexander Schmid, Fabian Gratz und Anton Grammel vergeben worden. Nur Vogts überraschende Top-Ten-Platzierung auf der Streif sorgte dann dafür, dass es zu dem DOSB-Antrag kam.
«Da alle fünf internationalen Quotenplätze besetzt sind, können wir Luis aktuell leider nicht für die Spiele nominieren», sagte Wolfgang Maier, der Sportvorstand des Deutschen Skiverbandes (DSV). Vogt könnte nur noch dann ins Team nachrücken, wenn sich einer der fünf anderen noch verletzen sollte.
Letzte Chance auf Fahrer-Tausch am Tag der Eröffnungsfeier
Nach Angaben des DOSB gibt es dafür die Regelung des sogenannten Late Athlete Replacement (LAR): Sie besagt, dass Vogt spätestens eine Stunde vor dem letzten offiziellen Training anstelle eines anderen deutschen Rennfahrers gemeldet werden muss. Die Deadline ist 10.30 Uhr am Freitag nächster Woche, also dem Morgen vor der Olympia-Eröffnungsfeier. Bereits einen Tag danach steht in Bormio dann die Abfahrt auf dem Programm.
