Rodel-Ikone Georg Hackl hat die Klinik nach seinem Sturz an der neu gebauten Bahn am Cortina Sliding Centre wieder verlassen. Die ausgekugelte Schulter konnte dort problemlos wieder eingerenkt werden. Hackl ist mittlerweile zurück im olympischen Dorf, eine Operation ist laut dem österreichischen Verbandsarzt Stefan Neuhüttler nicht notwendig. «Die Schulter wurde fixiert, Georg hat schmerzmildernde Medikamente bekommen und ist bereits wieder bei der Mannschaft», sagte Neuhüttler. 

Hackl: «Hatte Glück im Unglück»

«Ich habe am Weg zu meinem Beobachtungsplatz am Steg neben der Rodelbahn Hindernisse überwinden müssen, bin in eine Lücke dieses Steges geraten und in einen Schacht knapp zwei Meter in die Tiefe gestürzt. So gesehen hatte ich noch Glück im Unglück», meinte Hackl zu seinem Missgeschick. Der Rodel-Weltverband FIL hatte der Deutschen Presse-Agentur den Sturz während des Trainings der Frauen bestätigt. Die «Bild» hatte zuerst berichtet. 

Der 59 Jahre alte «Schorsch» Hackl, der 2022 vom deutschen Verband zu den Österreichern wechselte, ist mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen der erfolgreichster Rodler der olympischen Geschichte. Beim ersten großen Gold-Duell bei den Männern zwischen Max Langenhan und dem Österreicher Jonas Müller am Sonntagabend könnte er nun trotz Schmerzen live an der Bahn sein.