RB Leipzig will sich im DFB-Pokal-Viertelfinale beim FC Bayern München keinesfalls auf einen offenen Schlagabtausch einlassen. Das ist die Erkenntnis aus den beiden Begegnungen in der Fußball-Bundesliga, die für die Sachsen in zwei heftigen Niederlagen (0:6/1:5) endeten. «Du musst bei deiner Spielidee bleiben, selbst wenn du in Rückstand gerätst», sagte Trainer Ole Werner vor der Partie am Mittwoch (20.45 Uhr, ARD/Sky) und fügte kämpferisch hinzu: «Keiner rechnet damit, dass wir morgen als Sieger vom Platz gehen. Wir tun es schon.»
Mutmacher für RB sind die ersten 80 Minuten im Heimspiel vor dreieinhalb Wochen. In dieser Zeit waren die Leipziger die bessere Mannschaft und schafften es, den Bayern weh zu tun. Nach einem Standard-Gegentor aber verließ RB seine Grundordnung und wurde von den Münchnern in den letzten Minuten förmlich überrannt. «Nur aus einer guten Struktur heraus kannst du gute Angriffe fahren und hast auch eine gute Absicherung hinter dem Ball», sagte Werner.
Fehlerquote im Ballbesitz muss minimiert werden
Aber genau diese Absicherung war in den vergangenen Wochen bei den Sachsen nicht immer gegeben. «Wir haben gerade im Ballbesitz eine hohe Fehlerquote, die dann gegen St. Pauli, Mainz und auch Köln zu Umschaltmomenten und zu Gegentoren geführt hat», sagte der RB-Trainer. Dort müsse man sich wieder eine andere Klarheit erarbeiten.
Werner sieht die Bayern verwundbar. Trotz des 1:5 habe die Partie in Leipzig sehr viele Anhaltspunkte gegeben, die allen gezeigt hätten, dass man den Bayern wehtun könne. «Wir müssen trotzdem noch einmal besser sein in allen Belangen. Wir haben nichts zu verlieren, können dort nur gewinnen und ins Halbfinale einziehen. Darauf richten wir uns aus», sagte Werner.
In der Abwehr kann der Leipziger Trainer möglicherweise wieder auf den zuletzt verletzt ausgefallenen Castello Lukeba zurückgreifen, was seine Optionen für die defensivere Variante erhöhen würde.
