Die 20-jährige Julia Tannheimer feiert bei den Winterspielen in Antholz ihr Olympia-Debüt. Tannheimer wurde für den Biathlon-Sprint am Samstag (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport) nominiert. Damit verdrängt sie Selina Grotian aus dem Kader. Die 21-Jährige hatte bei ihrer Olympia-Premiere im Einzel am Mittwoch nach vier Schießfehlern als 55. enttäuscht. 

Angeführt wird das DSV-Quartett von Franziska Preuß. Für sie ist es nach Mixed-Bronze, welches sie mit der ebenfalls nominierten Vanessa Voigt gewann, der dritte Einsatz in Südtirol. Preuß will unbedingt noch eine olympische Einzelmedaille vor ihrem Karriereende holen. 

Im Einzel hatte sie beim letzten Schießen einen Rang unter den besten drei aus der Hand gegeben. Voigt war da Vierte geworden, im Sprint zählt sie aber nicht zu den Top-Medaillenkandidatinnen.

Favoriten sind andere

Komplettiert wird die Mannschaft durch Janina Hettich-Walz. Sie war im Einzel Achte geworden. Mit guten Ergebnissen wollen sich die vier Schützlinge von Bundestrainer Kristian Mehringer zudem eine starke Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag (14.45 Uhr/ARD und Eurosport) verschaffen. Noch nicht berücksichtigt wurde bisher Anna Weidel. 

Die bislang letzte deutsche Olympia-Medaille im Sprint der Frauen hatte die im vergangenen Juli bei einem Bergunfall gestorbene Laura Dahlmeier mit Gold 2018 in Pyeongchang geholt. 

Favorisiert sind dieses Mal die Französinnen um die zweifache Goldmedaillengewinnerin Julia Simon sowie Lou Jeanmonnot, dazu kommen die Italienerinnen Lisa Vittozzi und Dorothea Wierer und Norwegen mit Maren Kirkeeide sowie die schwedischen Öberg-Schwerstern.