Nach kurzzeitigen Magenprobleme im Team der deutschen Biathletinnen hat Medaillenhoffnung Franziska Preuß bei den Olympischen Winterspielen sicherheitshalber ein Einzelzimmer bezogen. «Bei mir ist alles stabil», sagte Preuß nach ihrem siebten Platz im Sprint. Demnach klagt sie über keine Schwierigkeiten. Schon am Sonntag ist sie in der Verfolgung erneut gefordert und geht auf die Jagd nach ihrer ersten Einzelmedaille. Zuvor hatte sie mit Anna Weidel in einem Doppelzimmer in der Teamunterkunft gewohnt.
«Sicher, dass es nichts Schlimmeres ist»
«Wir gehen nicht davon aus, dass es ein Virus war, sondern sie etwas Falsches gegessen haben. Es war auch nur eine Nacht», sagte Sportdirektor Felix Bitterling vom Deutschen Skiverband in Antholz: «Unsere medizinische Abteilung ist sehr sicher, dass es nichts Schlimmeres ist.»
Janina Hettich-Walz konnte wegen der Beschwerden kurzfristig im Sprint am Samstag nicht antreten, auch ihre Zimmerkollegin Vanessa Voigt hatte zwei Tage Probleme und konnte kaum etwas essen. Sie absolvierte das Rennen in Südtirol jedoch und belegte ohne Schießfehler den zwölften Platz.
Woher die Magenprobleme stammen, ist nicht ganz klar. In der gemeinsamen Unterkunft erwischte es auch eine tschechische Athletin und einen tschechischen Betreuer. Die Symptome und der Verlauf seien auch bei ihnen ähnlich gewesen. «Die Essenssituation ist so, wir haben unterschiedliche Räume, aber eine gemeinsame Küche. Deshalb liegt es nahe, dass sie da was zu sich genommen haben, was nicht so ideal auf den Magen gewirkt hat», sagte Bitterling: «Wir haben alles reinigen und desinfizieren lassen, bisher hat niemand weitere Symptome.»
