Der THW Kiel hat den Handballern des SC Magdeburg die erste Pflichtspielniederlage in der laufenden Saison zugefügt. Der Rekordmeister gewann sein Heimspiel in der mit 10.285 Zuschauern ausverkauften Wunderino-Arena gegen den Champions-League-Sieger mit 31:29 (10:12).

Beste Werfer waren der Kieler Lukas Zerbe mit neun Toren sowie Tim Hornke mit sieben Treffern für Magdeburg. Mit 38:4 Punkten bleibt der SCM souverän an der Tabellenspitze. Kiel dagegen darf mit 32:10 Zählern weiter auf einen Platz in der Königsklasse hoffen.

Schon in der zweiten Minute musste der Kieler Keeper Andreas Wolff nach einem Kopftreffer von Felix Claar vom Feld. Sein Ersatzmann Gonzalo Perez de Vargas hielt sofort einen Siebenmeter von Omar Ingi Magnusson, konnte den 4:8-Rückstand (19.) aber nicht verhindern. Die Gastgeber scheiterten vor allem an ihrer Chancenverwertung. «Die Würfe sind berechtigt, aber scheiße platziert», sagte Trainer Filip Jicha während einer Auszeit.

Pekeler sieht Rot und bleibt bis 2027 beim THW

Das Wurfbild der Gastgeber besserte sich langsam. Elias Ellefsen á Skipagøtu glich die Partie mit seinem Treffer zum 15:15 (38.) wieder aus, Lukas Laube sorgte mit dem 17:16 (40.) für die erste Kieler Führung nach dem 1:0. Auch die Rote Karte gegen Hendrik Pekeler nach einem Foul an Magnus Saugstrup (51.) steckte der THW weg und feierte einen umjubelten Sieg.

Applaus für Pekeler hatte es vor Spielbeginn gegeben. Auf dem Videowürfel wurde die Vertragsverlängerung des Kreisläufers bis zum 30. Juni 2027 bekanntgegeben. «Er verleiht mit seinen Qualitäten unserem Defensiv-Spiel Stabilität, ist ein Ankerpunkt für seine jüngeren Mitspieler. Und nicht zuletzt ist er auch dank seiner Erfahrung eine Säule unserer Mannschaft», sagte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi über den 34-Jährigen.