Mehrere Fußball-Profis aus der englischen Premier League haben sich nach den jüngsten Spielen mit ihren Mannschaften über rassistische Anfeindungen im Internet beklagt. «2026, es ist immer noch das Gleiche, nichts ändert sich. Diese Leute werden nie bestraft», schrieb Wesley Fofana vom FC Chelsea in den sozialen Netzwerken.
Der 25 Jahre alte Franzose veröffentlichte die entsprechenden Hass-Nachrichten auch per Screenshots. «Ihr macht große Kampagnen gegen Rassismus aber tatsächlich macht keiner irgendwas», schrieb er auch noch.
Chelsea: «Wir stehen eindeutig hinter Wes»
Der FC Chelsea sprach von «abscheulichen» rassistischen Beleidigungen und versicherte: «Wir stehen eindeutig hinter Wes. Er hat unsere volle Unterstützung, ebenso wie alle unsere Spieler, die allzu oft gezwungen sind, diesen Hass zu ertragen, nur weil sie ihren Job machen.»
Fofana hatte in der 72. Minute die Rote Karte gesehen, die Gäste vom FC Burnley hatten in Überzahl in der Nachspielzeit den Treffer zum 1:1-Endstand an der Stamford Bridge erzielt. Auch Burnleys Hannibal Mejbri war nach der Partie von rassistischen Nachrichten im Netz betroffen.
«Der Verein hat den Beitrag der Muttergesellschaft von Instagram, Meta, gemeldet und erwartet von ihr sowie von der Premier League und der Polizei entschiedene Unterstützung. Er wird sich dafür einsetzen, dass die verantwortliche Person identifiziert und strafrechtlich verfolgt wird», hieß es in einer Stellungnahme des Vereins.
Vorfall in der vergangenen Woche in der Champions League
Zudem berichteten Tolu Arokodare, der beim 0:1 der Wolverhampton Wanderers bei Crystal Palace einen Elfmeter verschossen hatte, und Romaine Mundle vom AFC Sunderland nach dem 1:3 gegen den FC Fulham von rassistischen Nachrichten im Netz.
Mitte der vergangenen Woche hatte erst der mutmaßliche Rassismus-Vorfall um Real Madrids Brasilianer Vinícius Júnior breite Reaktionen ausgelöst. Er hatte angegeben, im Playoff-Hinspiel der Champions League bei Benfica Lissabon von Gegenspieler Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt worden zu sein. Die UEFA ermittelt.
