Das Lob für Luka Vuskovic nach seiner erneuten Klasseleistung kam aus berufenem Mund. «Das habe ich mit 30 nicht gesehen, was der mit 18 sieht», sagte Fußball-Rekordnationalspieler und Sky-Experte Lothar Matthäus über den Abwehrchef des Hamburger SV nach dem 2:2 gegen Bundesliga-Tabellenführer Bayern München. 

Es gehe nicht nur um Kopfballduelle, Zweikämpfe und ein Tor oder ein Assist. «Es geht um viel, viel mehr», sagte Matthäus. «Er ist hinten einer, der eine Abwehr organisieren und dirigieren kann. Das findest du selten.»

Wieder einer der Besten

Der Gelobte blieb bescheiden, als er auf Matthäus‘ Worte angesprochen wurde. «Von ihm so was zu hören, bedeutet mir sehr viel. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll – ich kann ihm einfach nur sehr danken», sagte der kroatische Nationalspieler. «Das motiviert mich, weiterzumachen.»

Beim Überraschungs-Remis gegen die Bayern war er in einer starken Hamburger Mannschaft wieder einer der besten Spieler. Hinten organisierte er die Deckung gegen die Bayern-Offensive um Superstar Harry Kane oder Michael Olisé. Vorn sorgte er für Gefahr: Erst mit einem Kopfball in der sechsten Minute, dann mit einem artistischen Seitfallzieher (51.) und zwei Minuten später mit dem Tor zum 2:2 per Kopf.

Polzin: Er profitiert auch von den Jungs neben sich

Vuskovic‘ Abwehrkollege Daniel Elfadli sagte, «so einen» habe er noch nicht gesehen – «vor allem nicht in dem Alter». Er ergänzte: «Er überzeugt mit seiner Leistung, aber er ist auch von der Persönlichkeit relativ reif und weit und hilft uns enorm.»

HSV-Trainer Merlin Polzin weiß, was er an Vuskovic hat. In Lobhudelei brach der 35-Jährige aber auch nach dem starken Spiel gegen die Bayern nicht aus. «Luka spielt in einer Mannschaft, die seine Qualitäten braucht, um erfolgreich zu sein», sagte Polzin. «Aber er profitiert auch von den Jungs, die links und rechts, vorn und hinter ihm agieren.»