Köln (dpa) –
Die Ausschreitungen auf den Rängen beim Rheinderby der Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (2:1) haben zu Entsetzen bei beiden Clubs geführt. «Das kann nicht funktionieren. Ich bin genauso Familienvater. Ich möchte keine Böller durch die Kurven fliegen sehen, wo ich das Gefühl habe, ich könnte am besten noch getroffen werden», sagte Gladbachs Sportchef Rouven Schröder.
Nach dem 2:1-Siegtreffer für den FC durch Saïd El Mala in der 67. Minute waren Anhänger am Gästeblock im Oberrang des Kölner Stadions aneinandergeraten. Gladbachs-Fans traten Plexiglasschutzscheiben zwischen den Blöcken aus der Verankerung. Zudem wurden Böller und Leuchtraketen gezündet. Aus dem Gladbacher Block flog auch Pyrotechnik auf die Tribüne mit Kölner Fans. Es dauerte mehrere Minuten, ehe die Polizei einschritt.
Kölns Geschäftsführer verteidigt Sicherheitskonzept
Kölns Geschäftsführer Philipp Türoff bezeichnete dies indes als «nicht ungewöhnlich». Er verteidigte das Sicherheitskonzept. «Wir haben Dinge gesehen, die sehr stark mit individuellen Störungen zu tun haben», sagte Türoff. «Der erste Eindruck ist – ausdrücklich nicht bilanzierend -, dass das Sicherheitskonzept nicht irgendwie anders funktioniert hat als vorher.»
Gleichzeitig verurteilte Türoff die Szenen «aufs Äußerste»: «Diese Bilder haben im Fußball nichts verloren und geben dem Derbysieg heute einen unschönen Beigeschmack. Wir haben noch keine Informationen, aber ich hoffe sehr, dass möglichst wenige Unbeteiligte Schaden genommen haben.» Nach mehreren Minuten mit Ausschreitungen hatte Schiedsrichter Florian Badstübner die Bundesliga-Partie kurz unterbrochen.
