Nach dem historischen Olympiasieg von Lucas Pinheiro Braathen und Brasiliens erster Wintermedaille haben Politiker und Sportstars aus dem Land dem Skirennfahrer gratuliert. «Dieses beispiellose Ergebnis zeigt, dass der brasilianische Sport keine Grenzen kennt», schrieb Präsident Luiz Inácio Lula da Silva auf der Plattform X. Es sei das Ergebnis von «Talent, Hingabe und kontinuierlicher Arbeit zur Stärkung des Sports in all seinen Dimensionen.»

Braathen hatte mit seinem Sieg im Riesenslalom von Bormio die erste Medaille für Brasilien und zugleich für einen Südamerikaner bei Olympischen Winterspielen überhaupt gewonnen. Der 25-Jährige verwies den Schweizer Superstar Marco Odermatt um 0,58 Sekunden auf Rang zwei. 

Der Erfolg erweitere den Horizont des nationalen Sports, schrieb Lula weiter. Auch Finanzminister Fernando Haddad gratulierte mit «Auf geht’s Brasilien».

Der Fußballclub FC São Paulo schrieb: «Historisch! Die erste Medaille Brasiliens bei Olympischen Winterspielen.» Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München in seiner Brasilien-Sparte erklärte: «Glückwunsch zur historischen Goldmedaille für Brasilien.» Auch der brasilianische Profisurfer Gabriel Medina, der durch ein spektakuläres Foto bei den Olympischen Spielen 2024 weltweit bekannt wurde, gratulierte. «Glückwunsch Lucas! Stolz auf Brasilien.»

Das Sportportal «Ge Globo» schrieb: «Goldmedaille! Geschichte wird geschrieben! Welche Emotion.» Die Boulevardzeitung «Meia Hora» kommentierte, Braathen «durchbricht ein Paradigma und gibt Hoffnung, die Wintersportarten in Brasilien voranzubringen».

Braathen: Erst für Norwegen, nun für Brasilien 

Der gebürtige Norweger Pinheiro Braathen startet seit 2024 für Brasilien, das Heimatland seiner Mutter. Er ist eine der schillerndsten Figuren im alpinen Ski-Weltcup. In den Wochen vor den Winterspielen in Italien war er bereits gut in Form und fuhr im Riesenslalom gleich dreimal nacheinander auf das Podest.