Die deutschen Riesenslalom-Fahrer Fabian Gratz und Anton Grammel haben trotz bester Ausgangslage eine Podiums-Überraschung im Ski-Weltcup verpasst. Beim Nacht-Event in Schladming landete Grammel auf dem zehnten Platz, einen Rang dahinter reihte sich Gratz ein. Nach dem ersten Durchgang war Gratz noch famoser Dritter gewesen, Grammel Sechster.
Der Sieg ging an den Schweizer Loic Meillard, der sich deutlich vor Lucas Pinheiro Braathen aus Brasilien (+0,73 Sekunden) und dem französischen Überraschungsmann Alban Elezi Cannaferina (+0,90) durchsetzte.
DSV-Duo in ersten Lauf sogar schneller als Odermatt
Gratz und Grammel hatten im ersten Durchgang bei extrem eisigen Bedingungen überrascht und waren auf die Plätze drei und sechs gefahren. Dabei war das DSV-Duo sogar schneller als Marco Odermatt, der beste Alpinsportler der Gegenwart und jahrelange Riesenslalom-Dominator.
Im entscheidenden Lauf aber unterliefen dem Duo des Deutschen Skiverbands (DSV) dann zu viele Fehler. «Nach so einem ersten Durchgang will man natürlich mehr», sagte Grammel im Bayerischen Rundfunk. «Nichtsdestotrotz war es ordentlich.» Gratz erkannte, dass er im zweiten Lauf nicht die Sicherheit hatte auf der außergewöhnlich rutschigen Piste.
Slalom-Generalprobe mit Straßer
Am Mittwoch (17.45/20.45 Uhr/BR und Eurosport) steht in Schladming der traditionelle Nachtslalom an, bei dem Linus Straßer nachlegen will; der Münchner war zuletzt in Kitzbühel Dritter geworden und hatte damit in einem bislang enttäuschenden Winter erstmals ein Weltcup-Podest bestiegen.
Am Sonntag folgt dann noch eine Abfahrt in Crans-Montana, ehe es für die Skirennfahrer zu den Olympischen Spielen nach Bormio geht.
