Das deutsche Skisprung-Mixed-Team hat den Sieg bei der Olympia-Generalprobe in Willingen knapp verpasst. Agnes Reisch, Karl Geiger, Selina Freitag und Philipp Raimund landeten bei wechselhaften Windverhältnissen auf dem zweiten Platz und mussten sich Slowenien um Topstar Domen Prevc um 0,6 Punkte geschlagen geben. Platz drei belegte zum Auftakt des Weltcup-Wochenendes das japanische Team. Wegen der widrigen Bedingungen wurde nur ein Durchgang absolviert.
In einem zähen Wettkampf kam es wegen des Windes immer wieder zu Unterbrechungen. Raimund musste mehr als zehn Minuten warten, bis er bei seinem einzigen Sprung vor heimischer Kulisse grünes Licht erhielt. Zwischendurch wärmte er sich im Anlaufbereich mit einer Decke auf.
«Mir sind oben die Füße eingeschlafen. Ich habe meine Füße nicht mehr gespürt. Die haben tatsächlich schon angefangen zu krampfen», sagte Raimund. Es sei ein «extrem schwieriger Wettkampf» gewesen, betonte der 25-Jährige im ZDF.
«Selbstvertrauen» für Olympia
Auch bei den in der kommenden Woche beginnenden Olympischen Spielen steht ein Mixed-Event auf dem Programm. «Es ist schön, dass man einfach das Selbstvertrauen mitnehmen kann», sagte Raimund über den Podestplatz im hessischen Upland.
Am 10. Februar geht es in Italien um die olympischen Medaillen. Dann aber nicht auf einer Großschanze, sondern auf einer Normalschanze – ohne Geiger. Der 32-Jährige wurde nach einer schwachen Saison nicht für die Winterspiele berücksichtigt.
Doch für den Weltcup in Willingen bekam er unter anderem den Vorzug vor den Olympia-Teilnehmern Andreas Wellinger, Pius Paschke und Felix Hoffmann. «Er hat sich das verdient heute ganz klar. Er war der zweitbeste Mann im Training. Wir haben nach Leistung aufgestellt», sagte der Bundestrainer der Männer, Stefan Horngacher.
