Das deutsche Team wird bei den Paralympics in Mailand und Cortina d’Ampezzo mit dem drittgrößten Aufgebot seiner Geschichte antreten. Für die Spiele der Behindertensportler nominierte das Nationale Paralympics Komitee vorerst 38 Athleten und Athletinnen. Durch sogenannte Wildcards könnten noch weitere Startplätze hinzukommen, teilte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) mit.

«Es ist eine Mannschaft mit vielen spannenden Charakteren und Geschichten, gleichzeitig ist es eine Mannschaft mit Potenzial und Perspektive. Mit Blick auf die Anzahl an Gesamtmedaillen wollen wir es unter die besten sechs Nationen schaffen», erklärte Leistungssport-Chef Marc Möllmann, der auch erstmals Chef de Mission sein wird.

Bei den Winter-Paralympics vom 6. bis 15. März sind deutsche Sportler zum ersten Mal in fünf Sportarten dabei. Lediglich das Rollstuhl-Curling findet ohne deutsche Beteiligung statt. Insgesamt werden 79 Entscheidungen in sechs Sportarten fallen.

Rothfuss und Eskau sind wieder dabei

Bereits ihre sechsten Winter-Paralympics bestreitet die alpine Skifahrerin Andrea Rothfuss. Die 36-Jährige hatte in Sotschi 2014 Slalom-Gold gewonnen. Erfahrenste Athletin ist Andrea Eskau, die zum insgesamt neunten Mal bei Paralympics startet. Die 54 Jahre alte Rollstuhlsportlerin holte sowohl im Sommer mit dem Handbike als auch im Winter im Skilanglauf und Biathlon insgesamt acht Goldmedaillen.

Neben den Sportlern nominierte der DBS sieben Guides. Zum Aufgebot gehören überdies 49 Mitglieder des Funktionsteams aus Trainern, Ärzten, Betreuern und Physiotherapeuten.